Puente Zubizuri

"Weiße Brücke" auf Baskisch: eine 1997 von Santiago Calatrava entworfene Fußgängerbrücke. Ihr verglaster Bogen über dem Nervión ist ein Symbol für den städtebaulichen Wandel Bilbaos. Die Überquerung ist kostenlos und bietet die besten Ausblicke auf das Guggenheim und die Isozaki-Türme.
Das Wesentliche
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Was die Zubizuri ist und warum sich der Stopp lohnt
Die Zubizuri ist die weiße Fußgängerbrücke, die die Ría del Nervión überspannt und Campo Volantín (rechtes Ufer) mit dem Paseo de Uribitarte (linkes Ufer) verbindet, nur zwei Gehminuten vom Guggenheim entfernt. Entworfen wurde sie von Santiago Calatrava: Die Idee stammt aus dem Jahr 1990, der offizielle Auftrag der Stadtverwaltung kam erst 1994, und eröffnet wurde sie am 30. Mai 1997, einige Monate vor der Eröffnung des Museums (Oktober 1997). Deshalb nennen viele Menschen in Bilbao sie einfach "die Calatrava-Brücke". Der eigentliche Name Zubizuri bedeutet auf Baskisch "weiße Brücke", nach dem weiß lackierten Stahlbogen, an dem das Deck hängt. Genau dieses Deck macht sie besonders: durchscheinende Glasplatten statt Asphalt. Sie hat auch eine weniger erfreuliche Geschichte, die kaum jemand erzählt: 2006 genehmigte die Stadtverwaltung Arata Isozaki einen Steg, der die Brücke mit den Isozaki-Türmen verbindet, wofür einer der originalen Stahlträger durchtrennt wurde. Calatrava klagte wegen Verletzung seiner Urheberpersönlichkeitsrechte und forderte drei Millionen Euro; 2009 gab ihm das Provinzgericht von Bizkaia recht und verurteilte die Stadt zur Zahlung von 30.000 Euro. Wer das weiß, sieht das Foto mit anderen Augen.
Preis, Öffnungszeiten und wann weniger los ist
Sie ist kostenlos, ohne Eintrittskarten, Kasse oder Online-Reservierung: Es handelt sich um einen öffentlichen Fußweg. Deshalb ist sie auch 24 Stunden geöffnet, ohne Umzäunung oder nächtliche Schließung wie bei eingezäunten Sehenswürdigkeiten. Wir haben keine Angaben zu einer Besucherkapazität oder geplanten Schließungen, aber wer knapp geplant ist, sollte vorab bei Bilbao Turismo nachsehen, ob punktuelle Bauarbeiten in der Umgebung anstehen. Warteschlangen im klassischen Sinne gibt es keine; was es gibt, ist Durchgangsverkehr. Am späten Vormittag und nachmittags wird die Brücke zur Hauptverkehrsader für Besucher, die zum oder vom Guggenheim kommen, und ein Foto ohne Köpfe im Bild zu bekommen, erfordert Geduld. Die beiden besten Zeitfenster sind der frühe Morgen, wenn die Ría ruhig liegt, und die Abenddämmerung oder Nacht, wenn sich die weiße Beleuchtung der Struktur im Wasser spiegelt. Mit 5-10 Minuten Zeit reicht es locker, um sie zu überqueren und Fotos zu machen.
Anreise und Hinweise von Leuten, die die Brücke schon überquert haben
Am direktesten ist die Euskotran-Straßenbahn: Die Haltestellen Guggenheim und Uribitarte liegen nur wenige Meter von der Brücke entfernt. Mit der Metro Bilbao eignen sich Moyua oder San Mamés, allerdings sind von dort 10 bis 15 Minuten Fußweg entlang der Ría nötig (ein angenehmer Spaziergang, keine Zumutung). Bilbobus hat Linien, die im Bereich Guggenheim/Abandoibarra halten; die genaue Liniennummer sollte man auf der Bilbobus-Website prüfen, da wir sie nicht bestätigen konnten. Der wichtige Hinweis betrifft den Boden: Der Glasbelag wird bei Regen rutschig, und in Bilbao regnet es häufig. Es gab genug Beschwerden und Stürze, dass der Boden inzwischen nachgebessert wurde – an Regentagen also langsam gehen und mit Kindern oder Gepäck das Geländer festhalten. Naheliegend ist es, die Brücke mit dem Guggenheim zu kombinieren, nur zwei Minuten entfernt, und den Spaziergang entlang der Ría zum Rathaus oder nach Abandoibarra fortzusetzen.
Häufige Fragen
Muss man Eintritt zahlen oder reservieren, um die Zubizuri zu überqueren?
Wie viel Zeit brauche ich, um sie zu besichtigen?
Wann ist die beste Zeit, um wenig Trubel zu erleben?
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