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Feria de Santo Tomás de Bilbao

Preparación de la masa de talos en el Arenal de Bilbao durante la Feria de Santo Tomás
Foto: Javier Mediavilla Ezquibela / CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Jedes Jahr am 21. Dezember, ein fester Termin, verwandelt sich die Altstadt (Casco Viejo) von Bilbao in einen Bauernmarkt: die Feria de Santo Tomás. Freier Eintritt, Epizentrum unter den Arkaden der Plaza Nueva und rund um El Arenal – und eine endlose Schlange für Talo mit Chorizo, dazu Sidra oder Txakoli.

Ein Bauernmarkt, kein Weihnachtsmarkt

Santo Tomás ist nicht als Fest entstanden, sondern als Formalität. Zum Jahresende kamen die Bauern (Caseríos) aus der Provinz Bizkaia in die Stadt, um die Pacht an die Landbesitzer zu zahlen, und nutzten die Fahrt gleich, um ihre Überschüsse zu verkaufen. Daraus ist alles Weitere entstanden. Den Markt in seiner heutigen Form organisierte 1915 der Musiker Félix García Arceluz, genannt „Klin-Klón", und seither findet er jedes Jahr am 21. Dezember statt, an einem festen Datum (2026 fällt er auf einen Sonntag). Der wichtige Hinweis, denn viele kommen mit falschen Erwartungen: Das ist kein weihnachtlicher Budenmarkt mit Lichterketten und auch keine Veranstaltung mit festen Öffnungszeiten in einem umzäunten Gelände. Es ist ein eintägiger Landwirtschaftsmarkt, im Freien und mitten auf der Straße. Wer bunte Deko-Stände und Weihnachtslieder sucht, ist hier falsch; wer Produkte vom Baserri (dem baskischen Bauernhof) und echtes Straßenflair sucht, liegt goldrichtig. Programm und Uhrzeiten der nächsten Ausgabe stehen auf der offiziellen Website des Rathauses von Bilbao.

Plaza Nueva und El Arenal: wo wirklich alles passiert

Das Epizentrum sind die Arkaden der Plaza Nueva und die Umgebung von El Arenal – der historische Ort, an dem die Bauern (Baserritarras) einst zum Verkaufen herunterkamen. Der Markt breitet sich über die Straßen der Altstadt aus, aber wer nur wenig Zeit hat, findet dort das Herzstück: Stände dicht an dicht unter den Arkaden und Menschen, die an jeder Ecke im Stehen essen. Der entscheidende Tipp betrifft die Logistik, nicht den Geschmack: Die Arkaden funktionieren wie ein Trichter. Schon am Vormittag ist die Altstadt überfüllt – dazu kommt noch die Vorweihnachtszeit, die dieselben Straßen füllt –, und das Durchkommen unter den Bögen wird zu einem langsamen Gedränge, aus dem man nicht so leicht wieder herausfindet. Mit Kinderwagen, kleinen Kindern oder wenig Geduld für Gedränge: früh hingehen oder von El Arenal aus einsteigen und sich nach innen tragen lassen – nie umgekehrt. Und legt einen klaren Treffpunkt fest: Netzabdeckung und Hörweite versagen dort unten oft.

Talo mit Chorizo, Sidra und was man kaufen kann

Das Gericht des Tages ist der Talo: ein auf der Platte gebackenes Maisfladenbrot, gefüllt mit Chorizo, dazu Sidra oder Txakoli. Das bestellt an diesem 21. Dezember jeder Einwohner von Bilbao – und entsprechend ist es auch die längste Schlange am Vormittag. Wer nicht zwanzig Minuten warten will, sollte früh kommen oder die Wartezeit als Teil des Rituals akzeptieren. Die Preise legt jeder Stand selbst fest, sie ändern sich von Jahr zu Jahr; fragt vor der Bestellung nach und verlasst euch nicht auf Zahlen, die ihr irgendwo gelesen habt. Was den Einkauf angeht, wird hier vor allem Regionales verkauft: Käse, Honig, Sidra, Gemüse und Erzeugnisse von den Baserris aus Bizkaia. Das ist kein Kunsthandwerk für Touristen, und genau darin liegt der Unterschied zu jedem Souvenirmarkt. Die praktische Konsequenz: Die frische Ware geht schnell aus. Die besten Sachen der kleinen Stände sind schon am Vormittag weg, und am späten Nachmittag bleibt nur noch das übrig, was niemand wollte.

Wann hingehen, wie anreisen und wie sich anziehen

Geht früh hin. Das ist der einzige Rat, der drei Probleme auf einmal löst: Ihr bekommt frische Produkte, bevor sie ausverkauft sind, esst euren Talo ohne die größte Warteschlange und bewegt euch unter den Arkaden, ohne Schulter an Schulter zu stehen. Ab dem späten Vormittag ändert sich der Charakter der Veranstaltung: Aus dem Markt wird eine Menschenmenge – unterhaltsam, wenn man genau darauf steht, anstrengend, wenn man eigentlich einkaufen wollte. Kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und vergesst das Auto: Die Altstadt ist eine Fußgängerzone, und an diesem Tag gibt es nirgends einen Parkplatz. Die U-Bahn hat eine Haltestelle direkt in der Altstadt und eine weitere bei Abando, von der aus man in wenigen Minuten zu Fuß bei El Arenal ist; prüft Linien und Fahrzeiten für den 21. Dezember auf der Website von Metro Bilbao, da sie je nach Wochentag variieren. Und zieht euch wirklich warm an: Es ist Dezember, es findet im Freien statt, und man steht lange still in der Schlange. Eine wasserdichte Jacke, Schuhe, die auf nassem Boden Halt geben, und Hände frei für den Talo.

Häufige Fragen

Wann findet die Feria de Santo Tomás statt?
Immer am 21. Dezember, an einem festen Datum, das nicht auf das nächste Wochenende verschoben wird (2026 fällt er auf einen Sonntag). Es ist ein eintägiger Markt, kein mehrtägiges Programm. Die genauen Uhrzeiten und das Programm der nächsten Ausgabe werden auf der offiziellen Website des Rathauses von Bilbao veröffentlicht; es lohnt sich, ein paar Tage vorher noch einmal nachzuschauen.
Muss man Eintritt bezahlen?
Nein. Der Markt ist kostenlos und frei zugänglich: Er findet auf der Straße statt, auf der Plaza Nueva und rund um El Arenal, ohne Absperrung oder Einlasskontrolle. Kosten entstehen nur durch das, was man kauft, isst oder trinkt, und jeder Stand legt seine eigenen Preise fest – fragt also vor der Bestellung nach, statt euch auf einen Betrag zu verlassen.
Was isst man auf der Santo Tomás?
Den Talo: ein auf der Platte gebackenes Maisfladenbrot mit Chorizo-Füllung, begleitet von Sidra oder Txakoli. Das bestellt an diesem Tag praktisch jeder, und genau deshalb entsteht daraus die längste Schlange am Vormittag. Gegessen wird im Stehen und auf der Straße, ohne Tisch und Serviette: Geht früh hin, wenn ihr nicht zu lange warten wollt.
Ist das ein Weihnachtsmarkt?
Nein, und diese Verwechslung verdirbt den Ausflug. Es gibt keine Lichterbuden, keine Deko und kein umzäuntes Gelände: Es ist ein eintägiger Landwirtschaftsmarkt, der auf die Pachtzahlungen der Bauernhöfe (Caseríos) aus der Provinz Bizkaia zurückgeht. Verkauft werden Erzeugnisse der Baserris aus Bizkaia – Käse, Honig, Sidra, Gemüse –, kein für Besucher gedachtes Kunsthandwerk.

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