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Viertel

Casco Viejo (Siete Calles)

Vista aérea del Casco Viejo de Bilbao con sus tejados históricos y la ría al fondo
Foto: Jean-Pierre Dalbéra / CC BY 2.0

Im 14. Jahrhundert von Diego López de Haro gegründet, ist das mittelalterliche Labyrinth der Siete Calles die Seele Bilbaos: Pintxos in der Calle Somera, Märkte, die Kathedrale Santiago und die Plaza Nueva. Fußgängerzone seit 1979. Freier Zugang.

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Ein Viertel aus dem Jahr 1300, das immer noch Bilbaos Wohnzimmer ist

Die Altstadt ist kein Denkmal mit Kasse – es ist das Viertel, in dem Bilbao entstand und in dem die Einheimischen bis heute zum Abendessen zusammenkommen. Sie entstand 1300, als Diego López de Haro, 11. Herr von Biskaya, den Siedlern der Enklave die Gründungsurkunde verlieh. Anfangs gab es nur drei Straßen – Somera, Artecalle und Tendería –, mit dem Wachstum kamen vier weitere hinzu, sodass die Sieben Straßen entstanden, die dem Viertel seinen Namen geben: Somera, Artekale, Tendería, Belostikale, Carnicería Vieja, Barrenkale und Barrenkale Barrena. Die Namen sind ein Katalog mittelalterlicher Handwerke: In der Tendería wurden Stoffe verkauft, in der Carnicería Vieja Fleisch. Genau deshalb lohnt sich der Besuch: Man geht über den ursprünglichen Grundriss der Stadt, nicht über eine Rekonstruktion. In der Straße Somera wurde am 27. Januar 1806 der Komponist Juan Crisóstomo de Arriaga geboren, wegen seines frühen Talents "der spanische Mozart" genannt – die Art von Detail, die erklärt, warum diese sieben kurzen Straßen so viel Geschichte bergen. Der andere Anziehungspunkt liegt am Rand des Viertels: der Mercado de la Ribera, laut Guinness-Weltrekord die größte überdachte städtische Markthalle Europas (den aktuellen Stand des Rekords und die Öffnungszeiten am besten vorab auf einer offiziellen Quelle prüfen).

Preis, Öffnungszeiten und wann es nicht so voll ist

Ein Spaziergang durch die Altstadt ist kostenlos, und online muss nichts reserviert werden – es sind öffentliche Straßen, jederzeit zugänglich. Feste Öffnungszeiten haben nur die Geschäfte drinnen. Diese öffnen ungefähr von 10:00 bis 13:30 und von 17:00 bis 20:00 Uhr, viele bleiben sonntags geschlossen (außer den touristischsten). Der Mercado de la Ribera hat seine eigenen Marktzeiten, und einzelne Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Santiago oder die nahe Basilika von Begoña haben separate Mess- und Besuchszeiten mit gelegentlichen Schließungen bei Veranstaltungen: Am besten jeweils am selben Tag auf bilbaoturismo.net oder der offiziellen Website nachschauen.

Um Menschenmassen zu vermeiden: früh am Wochentagmorgen, vor 11 Uhr. Das Gegenteil ist Samstagabend/-nacht und Sonntagmittag, Stoßzeit für Pintxos und Familienspaziergänge. Und ein Tipp von Einheimischen: Spielt Athletic Bilbao im San Mamés zu Hause, sind die Bars in der Altstadt deutlich voller als sonst – bei einem Wochenendbesuch lohnt sich ein Blick auf den Spielplan.

Anreise und wie viel Zeit einplanen

Am einfachsten geht es mit der U-Bahn: Die Station heißt "Casco Viejo", dort halten sowohl Linie 1 als auch Linie 2, egal woher man kommt, ist kein umständliches Umsteigen nötig. Es gibt auch die Euskotran-Straßenbahn (Linie 1, Haltestelle Ribera/Casco Viejo) und mehrere Bilbobus-Linien. Von der Guggenheim aus lohnt sich gar kein Verkehrsmittel: Es sind 10-15 Minuten zu Fuß entlang der Flussmündung, und der Spaziergang ist Teil des Besuchs.

Für die sieben Straßen und die Plätze — Plaza Nueva und die Kathedrale Santiago sind Pflichtstopps — mit einer Pintxos-Pause dazwischen sollte man 2-3 Stunden einplanen. Mit dem Mercado de la Ribera und einem gemütlichen Bummel durch die Läden wird schnell ein halber Tag daraus. Zwei praktische Hinweise vor Ort: Im Viertel laufen seit Jahren einzelne Fußgängerzonen-Baustellen, sodass mal eine Straße aufgerissen sein kann, und das Kopfsteinpflaster verlangt bequeme Schuhe. Die Preise in Bars und Restaurants schwanken stark; am besten die Karte an der Tür checken, bevor man sich setzt.

Häufige Fragen

Muss man Eintritt zahlen oder reservieren, um die Altstadt von Bilbao zu besuchen?
Nein. Es ist ein offenes Stadtviertel – der Rundgang ist kostenlos, ohne Ticket oder Reservierung. Zahlen müsste man nur für Speisen und Getränke, Einkäufe oder den Eintritt zu einzelnen Sehenswürdigkeiten mit eigener Gebühr.
Wie viel Zeit brauche ich für die Sieben Straßen?
In 2-3 Stunden schafft man die sieben Straßen, die Plaza Nueva und die Kathedrale Santiago, mit einem Pintxos-Stopp zwischendurch. Wer noch den Mercado de la Ribera und einen Bummel durch die Läden einplanen will, sollte einen halben Tag reservieren.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Menschenmassen zu vermeiden?
Früh morgens an einem Wochentag, vor 11 Uhr, wenn das Viertel ruhig, aber schon geöffnet ist. Samstagabend und Sonntagmittag meiden; und wenn Athletic Bilbao ein Heimspiel hat, sind die Bars deutlich voller als sonst.

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