Andelaria

Alentejo · España

Évora

Ummauerte Stadt im Alentejo mit römischem Tempel, der Capela dos Ossos und einem Aquädukt, in dessen Bögen Häuser eingebaut sind.

Aktualisiert: 2026-08-13

Von Brandon Quiroz · Geprüft vom Redaktionsteam von Andelaria

Blick auf Évora, Templo de Diana
Foto: Mizinhak / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Das Wichtigste

Beste Reisezeit
Februar
Kosten pro Tag
97€/día
Unverzichtbar
Templo de Diana

Über Évora

Évora passt komplett hinter eine Stadtmauer – und das ist gleich das Nützlichste, was man wissen muss: In zwei Tagen lässt sich alles zu Fuß erledigen, ohne je einen Bus zu nehmen. Von der Praça do Giraldo, wo jeder irgendwann seinen ersten Bica für 0,80–1,20 € trinkt, führen die Gassen hinauf zum historischen Herzstück, wo der Templo de Diana, die Sé und der Palácio dos Duques de Cadaval keine hundert Meter auseinanderliegen. Der römische Tempel hat weder Eintritt noch Öffnungszeiten: Er steht frei zugänglich da, und bei Sonnenuntergang sitzen die Leute reihenweise auf der Mauer gegenüber. Die Sé kostet Eintritt (2 € nur die Kathedrale, bis zu 4,50 € mit Kreuzgang, Terrasse und Museum) – und die Terrasse ist der Grund dafür: Von dort blickt man auf die römischen Säulen von oben und über ein Meer aus Ziegeldächern bis hinaus ins flache Alentejo.

Die Capela dos Ossos in der Igreja de São Francisco ist der meistfotografierte und zugleich unangenehmste Ort: Wände, die mit den Knochen von rund 5.000 Skeletten verkleidet sind, dazu die Inschrift am Eingang, die daran erinnert, dass die Toten dort auf die Lebenden warten. In der Hochsaison bildet sich eine Schlange – am besten früh morgens hin. Weniger überlaufen und in Reiseführern kaum erwähnt: der Aqueduto da Água de Prata, der über die Rua do Cano in die Stadt hineinführt und dort endet, wo Häuser regelrecht in die Bögen eingebaut sind – Menschen, die unter einem Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert wohnen. Die Universidade de Évora im Colégio do Espírito Santo lässt sich für ein paar Euro besichtigen und lohnt sich wegen der Azulejos in den Hörsälen, die immer noch für den Unterricht genutzt werden.

Die Hitze ist der entscheidende Faktor. Im Juli und August steigen die Temperaturen über 33 °C, und mittags leert sich die Stadt komplett, weil es auf den Plätzen keinen Schatten gibt. Gut funktionieren April, Mai, Juni, September und Oktober: je nach Monat 20–31 °C (April/Oktober milder, Juni/September schon bei 29–31 °C) und wenig Regen. Im Juni findet die Feira de São João statt, das große Fest, bei dem die Stadt voller Alentejaner ist. Und Achtung bei 2027: Évora wird Europäische Kulturhauptstadt, weshalb sich die Hotelpreise (derzeit 55–105 € für ein Doppelzimmer) verändern dürften.

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Wann hinfahren

Beste Reisezeit: Februar

Eher meiden: Juni, August, September

Temperatur, Regen und Andrang Monat für Monat.

MonatTemp.RegenAndrangEignung
Januar14.5°C84 mmGering64
Februar16°C78 mmGering75
März18.5°C55 mmMittel66
April20.5°C55 mmHoch57
Mai24°C45 mmHoch53
Juni29°C20 mmHoch43
Juli33°C4 mmMittel45
August33°C5 mmMittel44
September28°C25 mmHoch40
Oktober22°C75 mmHoch47
November17°C85 mmGering71
Dezember14.5°C95 mmMittel46

Eignung (0-100) aus Temperatur, Regen, Andrang und Veranstaltungen berechnet.

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Durchschnittspreise

Ungefähre Kosten: ~97 €/Tag · Mittel

PostenPreis
Hotel (pro Nacht)55-105 € aprox. (doble, temporada media)
Tagesmenü / Essen12–18 €
Kaffee (Bica)0,80–1,20 €
Stadtbus (Trevo, Einzelfahrt)1,30-1,50 € aprox. (verificar en Trevo)
Fernbus Lissabon–Évora (einfache Fahrt)desde ~4-6 € con antelación, habitual 10-13 € (tarifa dinámica, consulta la web oficial)
Eintritt Kathedrale (Sé) + Kreuzgang/Terrasse2-4,50 € según recorrido

1-Tages-Schätzung (1 Person): Hotelnacht + Menü + 2 Kaffee + 1 Bier.

Anreise

  • Es gibt keine direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung nach Évora. Von Lissabon (Oriente) aus: CP mit rund 9 Direktzügen täglich, Fahrzeit etwa 1 Std. 25 Min., 108 km, Tickets ab ca. 7 € (im Voraus) bis durchschnittlich rund 13 €; Fahrplan gültig seit 14. Dezember 2025. Von Madrid oder Barcelona gibt es keine Direktverbindung: Man muss zunächst nach Lissabon (Hochgeschwindigkeitszug oder Flug) und dort auf den regionalen CP-Zug nach Évora umsteigen.
  • Von Lissabon über die A6, rund 130 km, 1 Std. 15 bis 1 Std. 30 Min. Von Madrid rund 480 km über A5/A6 (etwa 5 Stunden). Gute Option, um sie mit anderen Orten im Alentejo zu kombinieren.
  • Die Altstadt (innerhalb der Stadtmauer) ist größtenteils verkehrsberuhigt bzw. Fußgängerzone; am Rand gibt es kostenpflichtige Parkplätze (z. B. beim Jardim Público und nahe den Stadttoren) sowie gebührenpflichtige Parkzonen entlang der Straßen.

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Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Évora?
Zwei volle Tage reichen völlig aus. Die gesamte Altstadt liegt innerhalb der Stadtmauer und lässt sich in 20–25 Minuten von einem Ende zum anderen durchqueren. An einem einzigen Tag schafft man Templo de Diana, Sé, Capela dos Ossos und Praça do Giraldo, allerdings knapp. Der zweite Tag bringt Zeit für den Aqueduto da Água de Prata, die Universidade und ein entspanntes Mittagessen ohne Zeitdruck (Tagesmenü, 12–18 €). Wer von Lissabon kommt: Der Bus braucht etwas weniger als zwei Stunden und kostet 11,90 € pro Strecke (rund 21,20 € hin und zurück) – ein Tagesausflug ist also machbar, wenn auch mit straffem Programm.
Wann ist die beste Reisezeit für Évora?
April, Mai, Juni, September und Oktober. In diesen Monaten liegen die Temperaturen je nach Zeitpunkt bei 20–31 °C, und Regen ist selten. Im Juli und August klettert das Thermometer über 33 °C: Das Alentejo ist trockenes Landesinnere, die Plätze bieten keinen Schatten, und um die Mittagszeit wird der Besuch richtig unangenehm. Wer nur im Sommer kann, sollte den Tag nach portugiesischem Rhythmus planen: Straße von 8 bis 12 Uhr, langes Mittagessen, und nachmittags Innenräume (Sé, Capela dos Ossos, Museen). Im Juni kommt die Feira de São João hinzu, die die Stadt füllt und Unterkünfte teurer macht.
Lohnt sich der Besuch der Capela dos Ossos?
Ja, aber man sollte wissen, worauf man sich einlässt. Es handelt sich um eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert in der Igreja de São Francisco, deren Wände und Pfeiler mit Knochen und Schädeln von rund 5.000 Menschen verkleidet sind; die Mönche errichteten sie als Mahnmal an die Vergänglichkeit, nicht als makabre Attraktion. Der Besuch selbst ist kurz (15–20 Minuten), der Raum klein, und in der Hochsaison bilden sich Schlangen und Gedränge im Inneren. Am besten früh am Morgen hingehen. Wer mit leicht zu beeindruckenden Kindern reist oder sich mit dem Thema unwohl fühlt, kann getrost darauf verzichten: Der Rest von Évora funktioniert auch ohne sie problemlos.
Wie kommt man in Évora am besten voran?
Zu Fuß – und das ist kein romantischer Ratschlag: Die ummauerte Altstadt ist klein, und fast alles Sehenswerte liegt in einem Radius von 15 Minuten um die Praça do Giraldo. Bequeme Schuhe sind Pflicht, denn das Kopfsteinpflaster und die Steigungen zur Sé machen sich bemerkbar. Es gibt einen Stadtbus (Trevo) für 1,30–1,50 € pro Einzelfahrt, praktisch vor allem, um vom Busbahnhof oder vom Hotel außerhalb der Stadtmauer aus reinzukommen. Mit dem Auto: Vom Fahren im Zentrum lieber die Finger lassen – außerhalb der Mauern parken und zu Fuß hineingehen.
Wann ist die beste Reisezeit für Évora?
Die beste Reisezeit für Évora ist Februar, wegen des Wetters und geringerer Andrang.
Wie viel kostet ein Tag in Évora?
Ein Tag in Évora kostet etwa 97€ pro Person (Mittel).

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