Castelo dos Mouros
Burg, die die Mauren zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert errichteten und die Afonso Henriques 1147 im Zuge der Einnahme von Lisboa eroberte.
Von der maurischen Festung zur romantischen Ruine
Die Mauerlinie, die den Bergrücken überzieht, verdankt sich drei unterschiedlichen Händen. Die Mauren errichteten den Mauerring im 8. und 9. Jahrhundert zur Überwachung des landwirtschaftlichen Umlandes; nach der Reconquista übergab Afonso Henriques seine Bewachung 1154 dreißig Siedlern und bestätigte dies mit einer Urkunde. 1375 ließ Fernando I. auf Rat von João Annes de Almada die Mauern erneuern, doch die Burg verlor ihre militärische Bedeutung und verfiel. Das heutige Erscheinungsbild prägte Fernando II. im 19. Jahrhundert: Der deutschstämmige König, der auch das benachbarte Kloster zum Palácio da Pena umbaute, bewahrte die Ruine als malerische Kulisse seines Besitzes, restaurierte die pyramidalen Zinnen und bepflanzte den Hang neu. Heute ist die Anlage nationales Denkmal innerhalb der von der UNESCO als Welterbe ausgezeichneten Kulturlandschaft Sintra und wird von Parques de Sintra — Monte da Lua verwaltet.
Was man beim Aufstieg auf die Zinnen sieht
Der Reiz liegt im Spaziergang auf dem Wehrgang. Zwei Mauerringe mit rechteckigen und einem runden Turm erklimmen den Granitfelsen, gekrönt von pyramidalen Merlons; der höchste Turm an der Südwestecke heißt Torre Real und bietet den besten Blick auf den Palácio da Pena, die Altstadt Sintra und bei klarem Wetter den Atlántico. Im Inneren des Mauerrings sind die unterirdische Zisterne — 18 Meter lang und 6 Meter breit — und die kleine romanische Kapelle São Pedro de Penaferrim mit Kapitellen aus Greifen und Basilisken erhalten. Auf der Esplanade befinden sich außerdem eine mittelalterliche Ausgrabungsstätte und eine Informationstafel.
Wann und wie man hinaufgeht
Das Denkmal ist täglich von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass gegen 17:30 Uhr; ein Online-Ticket ist günstiger als an der Kasse. Für einen ausgiebigen Rundgang auf den Mauern sollte man 60 bis 90 Minuten einplanen. Vom Bahnhof Sintra an der Bahnlinie nach Lisboa fährt der Touristenbus 434 (Circuito da Pena) in etwa 15 Minuten auf den Berg und hält sowohl hier als auch beim Palácio da Pena. Wer früh oder nachmittags kommt, meidet Gruppen; festes Schuhwerk ist wichtig, da der Aufstieg von der Haltestelle und das Kopfsteinpflaster Steigungen und Stufen haben.
Häufige Fragen
Muss man Eintrittskarten im Voraus buchen?
Wie viel Zeit braucht man für den Besuch?
Ist der Aufstieg zu Fuß sehr anstrengend?
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