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castillo in Sintra
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Castelo dos Mouros

Steinerne Mauern des Castelo dos Mouros, die über einen felsigen, von grüner Vegetation bedeckten Gebirgskamm schlängeln.
Foto: Dguendel / CC BY 4.0 (Wikimedia Commons)

Burg, die die Mauren zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert errichteten und die Afonso Henriques 1147 im Zuge der Einnahme von Lisboa eroberte.

Von der maurischen Festung zur romantischen Ruine

Die Mauerlinie, die den Bergrücken überzieht, verdankt sich drei unterschiedlichen Händen. Die Mauren errichteten den Mauerring im 8. und 9. Jahrhundert zur Überwachung des landwirtschaftlichen Umlandes; nach der Reconquista übergab Afonso Henriques seine Bewachung 1154 dreißig Siedlern und bestätigte dies mit einer Urkunde. 1375 ließ Fernando I. auf Rat von João Annes de Almada die Mauern erneuern, doch die Burg verlor ihre militärische Bedeutung und verfiel. Das heutige Erscheinungsbild prägte Fernando II. im 19. Jahrhundert: Der deutschstämmige König, der auch das benachbarte Kloster zum Palácio da Pena umbaute, bewahrte die Ruine als malerische Kulisse seines Besitzes, restaurierte die pyramidalen Zinnen und bepflanzte den Hang neu. Heute ist die Anlage nationales Denkmal innerhalb der von der UNESCO als Welterbe ausgezeichneten Kulturlandschaft Sintra und wird von Parques de Sintra — Monte da Lua verwaltet.

Was man beim Aufstieg auf die Zinnen sieht

Der Reiz liegt im Spaziergang auf dem Wehrgang. Zwei Mauerringe mit rechteckigen und einem runden Turm erklimmen den Granitfelsen, gekrönt von pyramidalen Merlons; der höchste Turm an der Südwestecke heißt Torre Real und bietet den besten Blick auf den Palácio da Pena, die Altstadt Sintra und bei klarem Wetter den Atlántico. Im Inneren des Mauerrings sind die unterirdische Zisterne — 18 Meter lang und 6 Meter breit — und die kleine romanische Kapelle São Pedro de Penaferrim mit Kapitellen aus Greifen und Basilisken erhalten. Auf der Esplanade befinden sich außerdem eine mittelalterliche Ausgrabungsstätte und eine Informationstafel.

Wann und wie man hinaufgeht

Das Denkmal ist täglich von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass gegen 17:30 Uhr; ein Online-Ticket ist günstiger als an der Kasse. Für einen ausgiebigen Rundgang auf den Mauern sollte man 60 bis 90 Minuten einplanen. Vom Bahnhof Sintra an der Bahnlinie nach Lisboa fährt der Touristenbus 434 (Circuito da Pena) in etwa 15 Minuten auf den Berg und hält sowohl hier als auch beim Palácio da Pena. Wer früh oder nachmittags kommt, meidet Gruppen; festes Schuhwerk ist wichtig, da der Aufstieg von der Haltestelle und das Kopfsteinpflaster Steigungen und Stufen haben.

Häufige Fragen

Muss man Eintrittskarten im Voraus buchen?
Nicht zwingend, aber online ist es günstiger als an der Kasse und man vermeidet Warteschlangen in der Hochsaison. Da keine feste Einlasszeit gilt, kann man jederzeit während der Öffnungszeiten aufsteigen.
Wie viel Zeit braucht man für den Besuch?
60 bis 90 Minuten reichen, um beide Mauerringe zu erkunden, die Torre Real zu besteigen sowie Zisterne und Kapelle São Pedro de Penaferrim zu besichtigen. Wer den Palácio da Pena kombiniert, sollte einen halben Tag einplanen.
Ist der Aufstieg zu Fuß sehr anstrengend?
Er ist durchaus steil: Von der Haltestelle des Busses 434 geht es bergauf, der Wehrgang ist gepflastert und hat Stufen — festes Schuhwerk ist Pflicht. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden auf den Mauern auf schwierige Abschnitte stoßen.

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