Palácio Nacional de Sintra

Einstige Königsresidenz, erkennbar an den zwei riesigen konischen Kaminen von etwa 33 Metern Höhe, die über den mittelalterlichen Küchen aufragen.
Vom maurischen Alcazar zur königlichen Residenz
Das heutige Gebäude geht auf die christliche Reconquista von 1147 zurück, die auf einer alten maurischen Festung aufbaute; seinen Kern verdankt es jedoch João I., der zwischen 1415 und 1430 die Hauptfassade, den Innenhof, die Küchen und die Sala de los Cisnes errichten ließ. Manuel I. fügte zwischen 1497 und 1530 den manuelinischen Flügel und die prächtige Sala de los Blasones hinzu, die um 1515–1518 ausgestaltet wurde. Das Ensemble wurde 1910 zum Nationaldenkmal erklärt und ist Teil der von der UNESCO 1995 als Welterbe anerkannten Kulturlandschaft Sintra. Es ist der einzige mittelalterliche Palast Portugals, der seit dem Mittelalter nahezu unverändert erhalten ist.
Sala de los Cisnes, Sala de las Pegas und Sala de los Blasones
Im Inneren stechen drei Säle hervor. Die Decke der Sala de los Cisnes trägt 27 gemalte Schwäne mit goldenen Kronen. Die Sala de las Pegas (Elstern) zeigt 136 dieser Vögel, jede mit einer Rose und dem Schriftzug por bem; die Legende besagt, João I. habe den Saal malen lassen, um das Hofgerede zu beschwichtigen, nachdem er eine Dame geküsst hatte. Das Kleinod ist die Sala de los Blasones mit den Wappen von 72 Adelsfamilien unter einer achteckigen Kuppel und Azulejos aus dem 16. Jahrhundert mit Jagdszenen. Die Küchen bewahren die verzinnten Kupferherde, die die beiden kegelförmigen Schornsteine versorgten.
Tickets, Öffnungszeiten und Bus 434
Der reguläre Erwachseneneintritt kostet 13 euros, der ermäßigte (Jugendliche von 6 bis 17 Jahren und Personen ab 65) 10 euros; Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Betreiber ist Parques de Sintra. Geöffnet von 9:30 bis 19:00 Uhr von März bis Oktober, im Winter bis 18:00 Uhr, letzter Einlass jeweils eine Stunde vor Schließung. Für einen ausgiebigen Rundgang sollte man ein bis eineinhalb Stunden einplanen. Da der Palast mitten in der Altstadt am Largo Rainha D. Amélia liegt, ist er vom Bahnhof zu Fuß erreichbar; die nächste Haltestelle des Touristenbusses 434 ist Largo Ferreira Castro. In der Hochsaison empfiehlt sich ein Zeitfensterticket; wer die Säle fast leer erleben möchte, kommt am besten früh.
Häufige Fragen
Muss man Eintrittskarten im Voraus buchen?
Wie viel Zeit braucht man, und lohnt sich der Besuch im Vergleich zur Pena?
Wie komme ich hin, und ist es sehr steil?
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