Andelaria
Viertel in Faro
Viertel

Cidade Velha (Casco Antiguo de Faro)

Calle empedrada y murallas del casco antiguo amurallado de Faro
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA

Ummauertes Viertel arabischen und römischen Ursprungs, mit gepflasterten Gassen, weiß getünchten Gebäuden, der Sé-Kathedrale und dem Paço Episcopal. Die mittelalterlichen Mauern umschließen noch heute einen Teil des Areals. Es ist der älteste und am besten erhaltene historische Kern der Algarve.

Was die Cidade Velha ist und warum sie einen Besuch wert ist

Die Cidade Velha ist Faros ummauerte Altstadt: ein paar Kopfsteinpflasterstraßen innerhalb eines Mauerabschnitts, direkt neben der Marina, mit der Ria Formosa im Hintergrund. Sie ist winzig — man durchquert sie zu Fuß in wenigen Minuten — und genau darin liegt ihr Reiz: Man wechselt fast unbemerkt vom Trubel der Einkaufsstraßen zur Stille eines Platzes mit Orangenbäumen. Der natürliche Zugang ist der Arco da Vila, das neoklassizistische Tor, das die Schwelle zwischen moderner und alter Stadt markiert. Im Inneren bildet der Largo da Sé, der Domplatz, das Zentrum, umgeben von der Sé de Faro (Kathedrale), dem ehemaligen Bischofspalast und mehreren öffentlichen Gebäuden. Ganz in der Nähe liegt das Museu Municipal, untergebracht in einem ehemaligen Kloster, dessen Kreuzgang oft mehr begeistert als die Ausstellungsstücke selbst. Es ist ein Viertel im menschlichen Maßstab, kein Freilichtmuseum: Hier wohnen Menschen, gelegentlich fährt ein Auto durch, und touristische Läden gibt es kaum. Erwarte keine lange Liste von "Must-Sees" — erwarte einen ruhigen Vormittag, schönes Licht auf hellem Stein und, mit etwas Glück, Störche auf Türmen und Dächern, ein sehr typisches Faro-Bild.

Tickets, Öffnungszeiten und wie man dem Andrang entgeht

Das Viertel selbst ist ein frei zugänglicher städtischer Bereich: durch seine Gassen zu schlendern, durch den Arco da Vila zu gehen und auf dem Largo da Sé zu sitzen kostet nichts und hat keine festen Öffnungszeiten. Eintrittsgeld und feste Öffnungszeiten können die Monumente im Inneren haben — die Sé Catedral (mit Zugang zu Turm und Aussichtspunkt) und das Museu Municipal — mit bescheidenen Eintrittspreisen wie bei einem lokalen Museum und Öffnungszeiten, die zwischen Hoch- und Nebensaison variieren. Konkrete Zahlen geben wir hier nicht an, da sie sich von Jahr zu Jahr ändern: Prüfe vor der Reise die offizielle Website der jeweiligen Einrichtung, und wenn du sonntags oder an einem Feiertag unterwegs bist, achte auf verkürzte Öffnungszeiten. Echtes Gedränge gibt es selten; der Höhepunkt liegt am späten Vormittag, wenn Kreuzfahrtgruppen und Tagesausflügler aus der zentralen Algarve zusammentreffen. Unser Tipp: kurz nach der Öffnung der Monumente hingehen oder erst am späten Nachmittag zurückkommen — das Streiflicht auf Mauer und Kalkstein wirkt dann am schönsten, und die umliegenden Terrassen sind entspannter. Für einen entspannten Rundgang durch das gesamte Areal reicht eine gute Stunde; wer den Turm besteigt und das Museum besucht, sollte zwei bis drei Stunden einplanen.

Anreise und vier praktische Hinweise

Faro hat weder U-Bahn noch Straßenbahn, also nach Linien braucht man gar nicht erst zu suchen: vom Zentrum, dem Bahnhof oder der Marina aus ist man in weniger als zehn Minuten zu Fuß dort, und das ist ohnehin der naheliegende Weg. Wer von einer Unterkunft am Stadtrand oder vom Flughafen kommt, kann städtische Busse nehmen, die nahe dem Hafen halten (Liniennummer und Fahrplan beim lokalen Betreiber prüfen, der die Taktung im Sommer anpasst). Mit dem Auto besser nicht hineinfahren: Das Areal ist eng und der Zugang eingeschränkt; am besten in den gebührenpflichtigen Bereichen bei der Marina oder der Stadtmauer parken und zu Fuß hinaufgehen. Vier praktische Hinweise: Das portugiesische Kopfsteinpflaster ist wunderschön, wird bei Regen aber rutschig — also flache Schuhe tragen; auf dem Largo da Sé gibt es wenig Schatten, und im Juli/August brennt die Mittagssonne stark; innerhalb des Areals ist das Angebot an Bars begrenzt — zum Essen bietet die Gegend um die Rua Conselheiro Bívar mehr Auswahl; und da man direkt neben dem Anleger steht, lohnt es sich, den Besuch mit einer Bootstour durch die Ria Formosa zu verbinden, die nur wenige Meter entfernt startet. Wer mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs ist, sollte mit leichten Steigungen und unebenem Pflaster rechnen.

Häufige Fragen

Muss man Eintritt zahlen, um Faros Altstadt zu besuchen?
Nein: Die Cidade Velha ist ein frei zugängliches Viertel, und durch ihre Gassen, an der Stadtmauer entlang und über den Largo da Sé zu spazieren ist kostenlos. Anders sieht es bei den Monumenten im Inneren aus, wie der Sé Catedral oder dem Museu Municipal — diese verlangen Eintritt; aktuelle Preise und Öffnungszeiten findest du auf ihren offiziellen Websites.
Wie viel Zeit sollte man dafür einplanen?
Eine bis anderthalb Stunden reichen aus, um das ummauerte Areal in Ruhe zu erkunden, Plätze und Arco da Vila inklusive. Wer zusätzlich den Domturm besteigt und das Museum besucht, sollte zwei bis drei Stunden einplanen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch?
Am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Am späten Vormittag treffen Kreuzfahrtgruppen und Tagesausflügler zusammen, und im Sommer brennt die Mittagssonne auf schattenarme Plätze; im Streiflicht wirken Stein und Mauer deutlich schöner.

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