Cidade Velha (Casco Antiguo de Faro)

Ummauertes Viertel arabischen und römischen Ursprungs, mit gepflasterten Gassen, weiß getünchten Gebäuden, der Sé-Kathedrale und dem Paço Episcopal. Die mittelalterlichen Mauern umschließen noch heute einen Teil des Areals. Es ist der älteste und am besten erhaltene historische Kern der Algarve.
Was die Cidade Velha ist und warum sie einen Besuch wert ist
Die Cidade Velha ist Faros ummauerte Altstadt: ein paar Kopfsteinpflasterstraßen innerhalb eines Mauerabschnitts, direkt neben der Marina, mit der Ria Formosa im Hintergrund. Sie ist winzig — man durchquert sie zu Fuß in wenigen Minuten — und genau darin liegt ihr Reiz: Man wechselt fast unbemerkt vom Trubel der Einkaufsstraßen zur Stille eines Platzes mit Orangenbäumen. Der natürliche Zugang ist der Arco da Vila, das neoklassizistische Tor, das die Schwelle zwischen moderner und alter Stadt markiert. Im Inneren bildet der Largo da Sé, der Domplatz, das Zentrum, umgeben von der Sé de Faro (Kathedrale), dem ehemaligen Bischofspalast und mehreren öffentlichen Gebäuden. Ganz in der Nähe liegt das Museu Municipal, untergebracht in einem ehemaligen Kloster, dessen Kreuzgang oft mehr begeistert als die Ausstellungsstücke selbst. Es ist ein Viertel im menschlichen Maßstab, kein Freilichtmuseum: Hier wohnen Menschen, gelegentlich fährt ein Auto durch, und touristische Läden gibt es kaum. Erwarte keine lange Liste von "Must-Sees" — erwarte einen ruhigen Vormittag, schönes Licht auf hellem Stein und, mit etwas Glück, Störche auf Türmen und Dächern, ein sehr typisches Faro-Bild.
Tickets, Öffnungszeiten und wie man dem Andrang entgeht
Das Viertel selbst ist ein frei zugänglicher städtischer Bereich: durch seine Gassen zu schlendern, durch den Arco da Vila zu gehen und auf dem Largo da Sé zu sitzen kostet nichts und hat keine festen Öffnungszeiten. Eintrittsgeld und feste Öffnungszeiten können die Monumente im Inneren haben — die Sé Catedral (mit Zugang zu Turm und Aussichtspunkt) und das Museu Municipal — mit bescheidenen Eintrittspreisen wie bei einem lokalen Museum und Öffnungszeiten, die zwischen Hoch- und Nebensaison variieren. Konkrete Zahlen geben wir hier nicht an, da sie sich von Jahr zu Jahr ändern: Prüfe vor der Reise die offizielle Website der jeweiligen Einrichtung, und wenn du sonntags oder an einem Feiertag unterwegs bist, achte auf verkürzte Öffnungszeiten. Echtes Gedränge gibt es selten; der Höhepunkt liegt am späten Vormittag, wenn Kreuzfahrtgruppen und Tagesausflügler aus der zentralen Algarve zusammentreffen. Unser Tipp: kurz nach der Öffnung der Monumente hingehen oder erst am späten Nachmittag zurückkommen — das Streiflicht auf Mauer und Kalkstein wirkt dann am schönsten, und die umliegenden Terrassen sind entspannter. Für einen entspannten Rundgang durch das gesamte Areal reicht eine gute Stunde; wer den Turm besteigt und das Museum besucht, sollte zwei bis drei Stunden einplanen.
Anreise und vier praktische Hinweise
Faro hat weder U-Bahn noch Straßenbahn, also nach Linien braucht man gar nicht erst zu suchen: vom Zentrum, dem Bahnhof oder der Marina aus ist man in weniger als zehn Minuten zu Fuß dort, und das ist ohnehin der naheliegende Weg. Wer von einer Unterkunft am Stadtrand oder vom Flughafen kommt, kann städtische Busse nehmen, die nahe dem Hafen halten (Liniennummer und Fahrplan beim lokalen Betreiber prüfen, der die Taktung im Sommer anpasst). Mit dem Auto besser nicht hineinfahren: Das Areal ist eng und der Zugang eingeschränkt; am besten in den gebührenpflichtigen Bereichen bei der Marina oder der Stadtmauer parken und zu Fuß hinaufgehen. Vier praktische Hinweise: Das portugiesische Kopfsteinpflaster ist wunderschön, wird bei Regen aber rutschig — also flache Schuhe tragen; auf dem Largo da Sé gibt es wenig Schatten, und im Juli/August brennt die Mittagssonne stark; innerhalb des Areals ist das Angebot an Bars begrenzt — zum Essen bietet die Gegend um die Rua Conselheiro Bívar mehr Auswahl; und da man direkt neben dem Anleger steht, lohnt es sich, den Besuch mit einer Bootstour durch die Ria Formosa zu verbinden, die nur wenige Meter entfernt startet. Wer mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs ist, sollte mit leichten Steigungen und unebenem Pflaster rechnen.
Häufige Fragen
Muss man Eintritt zahlen, um Faros Altstadt zu besuchen?
Wie viel Zeit sollte man dafür einplanen?
Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch?
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Weitere Orte in Faro
Sé Catedral de Faro
catedralGotisch-renaissancistische Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, errichtet auf den Resten einer arabischen Moschee, mit begehbarem Glockenturm und Ausblick über die Ria Formosa und die Altstadt. Im Inneren mischen sich barocke Azulejos, eine goldene Orgel und eine kleine Nekropole. Das meistfotografierte Denkmal Faros.
Arco da Vila
puertaMonumentales neoklassizistisches Marmortor aus dem Jahr 1812, errichtet über den Resten eines alten arabischen Tores, Haupteingang zur ummauerten Cidade Velha von Faro. Über dem Torbogen nistet gewöhnlich ein Storchenpaar, das Symbol der Stadt. Es markiert den Beginn der historischen Fußgängerzone.
Igreja do Carmo y Capela dos Ossos
iglesiaBarockkirche aus dem 18. Jahrhundert mit vergoldeter Schnitzfassade, in deren Hinterhof sich die beklemmende Capela dos Ossos verbirgt, deren Wände mit den Knochen und Schädeln von über tausend im 19. Jahrhundert exhumierten Karmelitermönchen bedeckt sind. Eine von nur zwei Knochenkapellen Portugals.
Parque Natural da Ria Formosa
parqueSystem aus Lagunen, Kanälen, Dünen und Barriereinseln vor Faro, wichtiger Lebensraum für Flamingos und das gefährdete europäische Chamäleon. Vom Hafen aus fahren Boote zu Sandinseln wie der Ilha Deserta und der Ilha de Faro. Ein Naturschutzgebiet von international anerkannter Bedeutung.
Museu Municipal de Faro (Museu Arqueológico Infante D. Henrique)
museoUntergebracht im ehemaligen Kloster Nossa Senhora da Assunção aus dem 16. Jahrhundert, beherbergt es das römische Mosaik des Oceanus, Stücke aus dem antiken Ossonoba und religiöse Kunst. Der Renaissance-Kreuzgang selbst ist eines der architektonischen Schmuckstücke Faros.
Feira de Santa Iria
fiestaDas Patronatsfest von Faro entstand 1596, als der Earl of Essex die Stadt plünderte und niederbrannte – man belebte sie mit einem steuerfreien Jahrmarkt neu. Bis heute findet er in der zweiten Oktoberhälfte am Largo de São Francisco statt: Handwerk, Buden, laute Fahrgeschäfte und freier Eintritt zum Gelände.
FOLKFARO — Festival Internacional de Folclore
fiestaFOLKFARO ist Faros internationales Folklorefestival: Jeden August füllen portugiesische Ranchos und eingeladene Gruppen aus mehreren Ländern die Fußgängerzone der Altstadt und die Marina mit Trachten, Akkordeon und Corridinho. Freier Eintritt in den offenen Plätzen der Innenstadt, Umzüge am späten Nachmittag und Auftritte, die erst nachts beginnen, nie bei praller Sonne.
Festival F
fiestaDas Festival F verwandelt Faros Altstadt in eine einzige Festivalzone: Die Baixa und die Cidade Velha füllen sich Anfang September mit klingenden Bühnennamen (Arco, Sé, Museu, Ria). Der Eintritt ist kostenpflichtig – Tages- oder Festivalpass über Ticketline – und es versteht sich selbst als „o último grande festival de verão“, das letzte große Sommerfestival, das die Saison beschließt.
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CádizDas älteste Viertel von Cádiz mit Überresten der mittelalterlichen Stadttore (Arco de los Blancos, del Pópulo und de la Rosa) und, unter seinen Häusern verborgen, dem zweitgrößten römischen Theater Hispaniens aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Seine engen Gassen bündeln mehr als dreitausend Jahre Stadtgeschichte.
Barrio de Santa Cruz
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Alfama
LisboaDas älteste Viertel Lissabons – ein Labyrinth aus Gassen, das das Erdbeben von 1755 überstand und als Wiege des Fado gilt.