Balcó del Mediterrani
Aussichtspunkt am Meer am Ende der Rambla Nova; das Berühren des Eisens soll Glück bringen.
Ein Balkon über dem Meer am Ende der Rambla Nova
Der Balcó del Mediterrani ist der Punkt, an dem Tarragona unvermittelt aufs Meer blickt: Man geht die Rambla Nova nordwärts entlang und am Ende hört das Terrain einfach auf — ein eisernes Geländer ragt 40 Meter über eine Steilküste. Das über 200 Meter lange Jugendstil-Geländer entwarf der taragonische Architekt Ramon Salas i Ricomà; geschmiedet wurde es Ende des 19. Jahrhunderts vom Schmied Joan Miquel Ginart. Es ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für Jugendstil-Stadtmöbel in der Stadt. Den Namen gab 1863 der Politiker Emilio Castelar, der den Ort nach seinem Besuch in Tarragona als 'Balcón del Mediterráneo' taufte. Hier gibt es eine ganz eigene Tradition: Während im Rest Spaniens 'auf Holz klopft' wird, berührt man in Tarragona 'ferro' (Eisen) — genau dieses Geländer. Es hat sechs herausragende Verzierungen, eine für jeden Wochentag, und die Einheimischen berühren jene des aktuellen Tages. 'Anar a tocar ferro' bedeutet auf Tarragona-Katalanisch schlicht 'am Ende der Rambla spazieren gehen'.
Kostenlos, rund um die Uhr geöffnet, keine Warteschlangen
Gute Nachrichten für Ihr Budget: Der Eintritt ist vollkommen kostenlos. Es ist ein öffentlicher Außenbereich ohne Kassenhäuschen, ohne Online-Buchung und ohne Schließzeit — 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. 15 bis 30 Minuten reichen völlig aus, um die Aussicht zu genießen und die 'tocar ferro'-Tradition auszuführen. Der Aussichtspunkt ist weitläufig und selten überfüllt; wer den Trubel meiden möchte, kommt früh morgens (vor 10 Uhr) oder bei Sonnenuntergang, wenn das goldene Licht spektakuläre Fotos ermöglicht. Zur Mittagszeit im Sommer ist es am belebtesten wegen des Kreuzfahrttourismus und der Costa Daurada; im Juli und August kann die Promenade lebhaft sein, doch am Geländer ist immer Platz.
Anreise und Tipps von Ortskundigen
Vom Bahnhof Tarragona sind es etwa 15 Minuten zu Fuß die Rambla Nova nordwärts hinauf; es gibt ein leichtes Gefälle, also am besten bequeme Schuhe tragen. Mit der Rodalies (R2 Sud oder R15 ab Barcelona) aussteigen bei 'Tarragona' und denselben Weg zu Fuß nehmen. Tarragona hat weder U-Bahn noch Straßenbahn, aber der Stadtbus EMT (Linien 8, 11 und 12, Haltestelle Plaça UNESCO) hält wenige Meter vom Aussichtspunkt entfernt. Wer mit dem Auto kommt: Parken in der Nähe ist begrenzt — am besten das Parkhaus am Passeig de les Palmeres oder das am Bahnhof nutzen. Zwei Hinweise: Der Boden ist bei Regen oder Meeresfeuchte rutschig, und am Aussichtspunkt selbst gibt es weder Toiletten noch Gepäckaufbewahrung (die nächsten befinden sich im Einkaufsbereich der Rambla oder am Römischen Amphitheater). Am praktischsten ist eine Kombination: Das Römische Amphitheater ist von hier aus sichtbar, 5 Minuten bergab; die Kathedrale ist 10 Minuten entfernt, und die Römischen Stadtmauern liegen auf dem Weg. Wer das Amphitheater hinzufügt, plant etwa eine Stunde mehr ein.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt zum Balcó del Mediterrani?
Wie viel Zeit brauche ich für den Besuch?
Was ist die beste Besuchszeit?
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