Plaza de España
Monumentales neorenaissance-maurisches Halbrund, erbaut für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 im Parque de María Luisa. Die 48 Fliesenbänke repräsentieren jede spanische Provinz. Der Kanal in der Mitte lädt zu Bootsfahrten ein, und die Brücken sowie Nord- und Südtürme sind ideale Motive für Fotos bei Sonnenaufgang.
Was es ist und warum es sich wirklich lohnt
Die Plaza de España in Sevilla, gelegen im Parque de María Luisa, ist kein gewöhnlicher Platz: Es handelt sich um ein imposantes Halbrund von 200 Metern Durchmesser, das der sevillanische Architekt Aníbal González für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 entwarf. Der Bau begann 1914 und dauerte 15 Jahre. Das Besondere sind die Details, die man erst aus der Nähe erkennt: 48 Fliesenbänke, eine für jede spanische Provinz der damaligen Zeit, jeweils mit einer handgemalten Karte und einer historischen Szene. Eine kleine Schatzsuche: Finde die Bank deiner Lieblingsprovinz. Der 515 Meter lange Kanal wird von vier Brücken überspannt, die die alten Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra symbolisieren, während zwei 74 Meter hohe Türme das Ensemble einrahmen. Vielleicht kommt dir der Platz bekannt vor: Er diente als Filmkulisse für Lawrence von Arabien (1962) und Star Wars Episode II (2002), wo er den Planeten Naboo darstellte. Seit 2023 steht er unter Kulturgutschutz.
Eintritt, Öffnungszeiten und wie du den Andrang vermeidest
Das Außengelände — der Bereich, den die meisten Besucher sehen möchten (Brücken, Kanal, Fliesenbänke) — ist kostenlos zugänglich und erfordert keine Reservierung. Seit 2024 wird über eine mögliche Touristengebühr diskutiert, die jedoch bisher nicht eingeführt wurde; es empfiehlt sich, die offizielle Tourismuswebsite von Sevilla vor der Reise zu prüfen. Öffnungszeiten: Nebensaison (November–März) 8:00–22:00 Uhr, Hochsaison (April–Oktober) 8:00–24:00 Uhr. Wer auf dem Kanal rudern möchte: Ein Boot kostet ca. 6 € für 35 Minuten oder 10 € für 70 Minuten (max. 4 Personen); Verleih 10:00–20:00 Uhr im Winter, bis 22:00 Uhr im Sommer — Buchung unter 626 19 75 23. Der beste Tipp, um den Trubel zu vermeiden: früh kommen, zwischen 7:30 und 9:30 Uhr gibt es goldenes Licht und kaum Reisegruppen. Meide die Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr in der Hochsaison, wenn die organisierten Touren eintreffen. Sonnenuntergangsfotos im Sommer gelingen ebenfalls wunderbar bei deutlich weniger Andrang als mittags.
Anreise und Tipps von jemandem, der schon dort war
Am bequemsten ist die Metro-Linie 1 bis zur Haltestelle Prado de San Sebastián: Du kommst fast direkt am Park heraus und läufst etwa 5 Minuten. Die Stadtbahn MetroCentro (T1) fährt dieselbe Haltestelle von der Plaza Nueva aus alle 7–10 Minuten an, Einzelticket ca. 1,40 €. Auch mehrere Stadtbuslinien halten hier (C2, C3, 3, 6, 34). Von der Kathedrale sind es angenehme 20–25 Minuten zu Fuß entlang des Paseo de Cristóbal Colón durch den Park. Es gibt einen durchgehenden Radweg aus der Innenstadt sowie ein SEVICI-Leihfahrrad in der Nähe. Plane 45–60 Minuten für einen entspannten Bummel ein, oder 2–3 Stunden, wenn du Boot fahren, die Galerie besichtigen und in Ruhe fotografieren möchtest. Praktische Hinweise: Es gibt keine Gepäckaufbewahrung, das zentrale Gebäude ist nur bei Sonderveranstaltungen geöffnet, und im Juli und August übersteigen die Mittagstemperaturen 38 °C — ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist daher fast Pflicht. Das gesamte Gelände ist eben und für Rollstühle sowie Kinderwagen zugänglich.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt zur Plaza de España in Sevilla?
Wie lange brauche ich für den Besuch?
Was ist die beste Uhrzeit, um den Andrang zu vermeiden?
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