Andelaria
Feste & Veranstaltungen in Sevilla
Feste & Veranstaltungen

Feria de Abril de Sevilla

Portada iluminada de la Feria de Abril de Sevilla 2019, entrada monumental al Real de la Feria
Foto: Anual / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Zwei Wochen nach Ostern richtet Sevilla sein Real in Los Remedios aus: rund 1.059 Casetas (mit Erweiterung bis zu ~1.250 Parzellen), Flamenco-Kleider, Pferde und Sevillanas. Der Eintritt ist frei, aber die meisten Casetas sind privat und nur mit Einladung eines Mitglieds zugänglich. Lediglich 14–16 sind öffentlich.

Was ist die Feria und warum prägt sie Sevilla

Die Feria de Abril ist kein Musikfestival und kein Strandfest: Es ist ein Fest der Casetas, Sevillanas, Flamencakleider und Pferdeumzüge mit einem eigenen sozialen Code, der die Identität Sevillas definiert. Der Schauplatz ist das Real, ein rund 450.000 m² großes Gelände im Stadtviertel Los Remedios — wohlgemerkt NICHT in der Altstadt, sondern auf der anderen Seite des Flusses. Jedes Jahr wechselt die Portada: ein monumentales Bauwerk (2026: 50 m breit, 40 m hoch, mit 28.000 Glühbirnen), inspiriert von der regionalistischen Architektur Sevillas. Tagsüber gehört das Gelände den Pferden und Kutschen, nachts dem Rebujito und dem Tanz. Wichtiger Hinweis vorab: Wer mit dem Bild eines touristischen Jahrmarkts anreist, trifft stattdessen auf ein Fest mit starkem Insider-Charakter, bei dem 90 % der Casetas privat sind. Ohne lokale Kontakte erlebt man die Feria auf der Straße des Reals und in den wenigen öffentlichen Casetas. Wer das vorher weiß, wird nicht enttäuscht sein.

Kalender 2026: Alumbrado, Tage und Feuerwerk

Die Feria findet immer zwei Wochen nach Ostern statt. 2026 läuft sie von Dienstag, dem 21. April, bis Sonntag, dem 26. April, mit Montag dem 20. als Vorabend. In der Nacht von Montag auf Dienstag, Punkt Mitternacht, drückt der Bürgermeister auf den Schalter für das Alumbrado — und auf einen Schlag leuchten rund 280.000 Lichter auf; davor speist ganz Sevilla Pescaíto frito in den Bars. Die Woche verbindet Pferdeumzüge, Casetas und sechs Stierkämpfe in der Maestranza (offizielles Programm wird jährlich bekannt gegeben). Mittwoch, der 22., ist lokaler Feiertag: der besucherreichste Tag. Die Feria endet am Montag dem 27. um Mitternacht mit einem Feuerwerk über dem Guadalquivir (etwa 15 Minuten), sichtbar von der Puente de Triana, San Telmo oder der Calle Betis. Tipp zur Menschenvermeidung: Dienstag und Donnerstag sind die ruhigsten Tage; der Feiertag Mittwoch, Freitagabend und Samstagnacht sind schiere Überfüllung. Zur Portada am Wochenendabend zu gehen ist keine gute Idee: der Fußgängerzugang bricht zusammen.

Öffentliche vs. private Casetas und Anreise

Hier steckt das Detail, das kaum jemand erzählt: Das Betreten des Reals ist kostenlos, aber die meisten der 1.059 Casetas sind privat (Familien, Unternehmen, Vereine) und nur mit Einladung eines Mitglieds zugänglich. Es gibt kein Ticket zum Kauf — die Kosten werden intern geteilt. Als Tourist konzentriert man sich am besten auf die 14–16 frei zugänglichen Casetas: Stadtbezirke, Gewerkschaften (UGT, CCOO), politische Parteien und die große Caseta Municipal des Rathauses (C/ Pepe Luis Vázquez 53; geöffnet 12:00–03:00 Uhr). Dort zahlt man keinen Eintritt, nur was man konsumiert. Die Calle del Real ist nachts offen für alle: Jeder kann sich den Sevillanas anschließen. Zur Anreise: Das Auto kann man vergessen — in Los Remedios in dieser Woche zu parken ist schlicht unmöglich. Am besten nimmt man die Metro L1 (Prado de San Sebastián / Nervión, mit naher Haltestelle Plaza de Cuba) oder den Tranvibús TB1 von Tussam ab Nervión, der direkt zum Real fährt, bis 7:00 Uhr morgens. Feria-Ticket: 1,60 €.

Rebujito, Pescaíto und Flamenco — ohne als Tourist aufzufallen

Das offizielle Getränk ist der Rebujito: Manzanilla (trockener Sherry aus Jerez) mit Limetten-Limonade und viel Eis, serviert in einem Krug — ein oder zwei Liter — zum Teilen, niemals im Einzelglas. In öffentlichen Casetas kostet er rund 7,50 €, in privaten 12–17 €. Beim Essen setzt man auf geteilte Rationen: Pescaíto frito (Sardellen, Cazón en adobo, Tintenfischringe), Tortilla de camarones, Spinat mit Kichererbsen und Montaditos de pringá — niemals ein geschlossenes Menü. Der Abend des Pescaíto (Montag, 20.) ist das Auftaktessen, mit Fino oder Manzanilla. Goldene Regel, um sich nicht zu verraten: NIEMALS Sangría oder Tinto de verano in einer Caseta bestellen — das ist das deutlichste Erkennungszeichen eines Auswärtigen. Und nicht mehr als zwei Krüge hintereinander, wenn man bis fünf Uhr morgens tanzen möchte. Das Flamencakleid ist das einzige regionale Kleidungsstück Spaniens, das einer jährlichen Modelogik folgt — es ist kein Kostüm, und wer es trägt, sollte das mit Respekt tun. Die Caseta del Turista gibt es, aber sie schließt früher und hat weniger Stimmung als die Bezirks-Casetas.

Häufige Fragen

Kann ich jede Caseta der Feria de Abril betreten?
Nein. Mehr als 90 % sind privat und erfordern die Einladung eines Mitglieds; es gibt kein Ticket zum Kaufen. Als Tourist sollte man die 14–16 frei zugänglichen Casetas aufsuchen: die der Stadtbezirke, Gewerkschaften, Parteien und die große Caseta Municipal des Rathauses. Dort zahlt man keinen Eintritt — nur was man konsumiert, wie in jeder Bar.
Wann findet die Feria de Abril de Sevilla 2026 statt?
Sie findet immer zwei Wochen nach Ostern statt. 2026 ist das Alumbrado (Beleuchtung der Portada) in der Nacht von Montag, dem 20., auf Dienstag, den 21. April, und die Feria läuft vom 21. bis 26. April, mit dem offiziellen Schluss am Montag dem 27. um Mitternacht mit Feuerwerk über dem Guadalquivir. Daten und Programm immer auf der offiziellen Website der jeweiligen Ausgabe bestätigen.
Wie komme ich ohne Auto zum Real?
Das Real liegt in Los Remedios, am Fluss, nicht im Zentrum. Dort in dieser Woche zu parken ist praktisch unmöglich. Am einfachsten fährt man mit der Metro L1 (Prado de San Sebastián oder Nervión, mit Haltestellen wie Plaza de Cuba, rund 10 Minuten zu Fuß) oder mit dem Tranvibús TB1 von Tussam ab Nervión, direkt zum Gelände, mit Betrieb bis 7:00 Uhr. Das Feria-Ticket kostet 1,60 €.
Was bestelle ich, um nicht als Tourist aufzufallen?
Rebujito — Manzanilla mit Limetten-Limonade und Eis — im Krug zum Teilen, niemals im Einzelglas. Zum Essen Rationen Pescaíto frito, Tortilla de camarones oder Pringá, niemals ein festes Menü. Und die wichtigste Regel: niemals Sangría oder Tinto de verano in einer Caseta bestellen — das verrät jeden Auswärtigen sofort vor jedem Sevillaner.

Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhält Andelaria möglicherweise eine Provision, ohne zusätzliche Kosten für dich. Transparenz- und Affiliate-Richtlinie

Tickets und Touren buchen: Feria de Abril de Sevilla

Plane deine Reise

Buche das Wesentliche für deine Reise nach Sevilla.

Weitere Orte in Sevilla

Jede Woche eine neue Stadt

Erhalte Reiseführer aus erster Hand: wann hin, was es kostet und das Wichtigste jedes Ziels. Ohne Fülltext.

Kein Spam. Jederzeit abbestellbar.