Templo de Debod
Ein echter ägyptischer Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., Stein für Stein in Nubien abgetragen und 1968 von Ägypten an Spanien geschenkt, als Dank für die Hilfe bei der Rettung von Abu Simbel. Im Parque del Oeste mit Blick auf die Casa de Campo und die Sierra de Guadarrama wieder aufgebaut, ist er weltweit außerhalb Ägyptens einzigartig.
Was es ist und warum es sich lohnt
Der Templo de Debod ist ein echter ägyptischer Tempel, keine Nachbildung: Er wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. auf Geheiß des nubischen Königs Adijalamani von Meroe errichtet, geweiht Amun von Debod und Isis, und Augustus und Tiberius ließen ihn später ausschmücken. Diese Mischung aus spätem Ägypten und Rom macht ihn so besonders. Die Geschichte, wie er nach Madrid gelangte, ist bemerkenswert: Als der Assuan-Staudamm die nubischen Tempel bedrohte, schenkte Ägypten vier Monumente an die Länder, die bei der UNESCO-Rettungsaktion mithalfen (Dendur kam nach New York, Ellesiya nach Turin, Taffa in die Niederlande und Debod nach Spanien). 1961 wurde er Stein für Stein abgetragen, reiste über Elephantine und Alexandria und wurde zwischen 1971 und 1972 auf einem künstlichen Teich, der an den Nil erinnert, hier wieder aufgebaut. Damit keine Enttäuschung entsteht: Der Innenraum ist klein — das hier ist kein Karnak. Der Wert liegt in der Einzigartigkeit (es ist der einzige vollständige ägyptische Tempel, der außerhalb Ägyptens mit intakten Pylonen und Kapellen besichtigt werden kann) und vor allem in dem Ausblick vom Parque del Oeste.
Eintritt, Öffnungszeiten und wie man die Warteschlange umgeht
Der Eintritt ist kostenlos, aber die Plätze sind begrenzt. Eine Online-Reservierung auf www.madrid.es/debodreservas empfiehlt sich, besonders im Frühling, Sommer und an Brückentagen, wenn die Slots schnell vergeben sind. Saisonale Öffnungszeiten: vom 16. September bis 14. Juni dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10:00 bis 20:00 Uhr (letzter Einlass 19:30 Uhr); vom 15. Juni bis 15. September von 10:00 bis 19:00 Uhr (letzter Einlass 18:30 Uhr). Geschlossen jeden Montag (auch an Feiertagen), am 1. und 6. Januar, am 1. Mai sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Für das Innere reichen 45–60 Minuten; planen Sie eine halbe Stunde mehr ein, wenn Sie am Aussichtspunkt mit Blick auf die Casa de Campo und die Sierra verweilen möchten. Tipp: An Werktagen vormittags ist deutlich weniger los als an Sommerabenden. Infotelefon: 913 667 415. Das Gelände bietet kostenloses WLAN und eine Hörschleife für Menschen mit Hörbehinderung.
Anreise und Tipps von Leuten, die schon da waren
Der Tempel liegt in der Calle Ferraz, 1, neben dem Parque del Oeste. Mit der U-Bahn sind es etwa 5 Minuten Fußweg von der Plaza de España (Linien 3 und 10) oder Ventura Rodríguez (Linie 3); auch von Príncipe Pío (Cercanías + Metro) ist es gut erreichbar. Die Buslinien 1, 2, 3, 25, 39, 44, 46, 74, 75, 133, 138, 148, C1 und C2 halten hier, und der Touristenbus hält an der Haltestelle 10 der Route 1. Unser Tipp aus eigener Erfahrung: Besuchen Sie den Tempel bei Sonnenuntergang, ein bis zwei Stunden vor Schließung — wenn die Sonne im Westen über Tempel und Park fällt, entstehen wunderschöne Fotos. Im Sommer ist das allerdings Stoßzeit und es wird voll: Wer den Menschenmassen ausweichen möchte, sollte lieber an einem Werktag vormittags kommen, ohne Gedränge eintreten und dann den Sonnenuntergang vom umliegenden Rasen aus genießen — kostenlos und ohne Reservierung.
Häufige Fragen
Ist der Eintritt kostenlos und muss man reservieren?
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Was ist die beste Zeit für einen Besuch?
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