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Fiestas de San Isidro

Chulapos y chulapas con traje tradicional madrileño en las Fiestas de San Isidro, Madrid
Foto: Pablo Garcia Armentano / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Das Isidorfest ehrt den Schutzpatron Madrids am 15. Mai mit einer Wallfahrt zur Pradera de Carabanchel, neben der Ermita und dem Manzanares. Der Eintritt ist frei – mehr als 100 Veranstaltungen warten: Volksfeste, Chotis-Tanz, Rosquillas und die große Stierkampfmesse in Las Ventas.

Ein mittelalterlicher Bauer und seine Wiese

Isidro war ein Madrider Bauer und Brunnengräber, geboren um 1082, im Dienst der Familie Vargas in Carabanchel. Sein Kult entfachte 1212, als sein Leichnam unverwest aufgefunden wurde, und festigte sich mit der päpstlichen Seligsprechung (Dekret von Paul V., 14. Juni 1619), die den 15. Mai als Gedenktag festlegte – gefolgt von der Heiligsprechung 1622. Kaiserin Isabella von Portugal ließ 1528 die erste Ermita am Manzanares errichten; das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1725. Die Wallfahrt zur Pradera de San Isidro erlebte ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert – Goya malte sie 1788 –, als die Madrider über die Brücken von Segovia und Toledo zogen. 2021 erklärte die Comunidad de Madrid sie zum immateriellen Kulturgut. Tipp: Die Ermita ist winzig und am 15. bilden sich lange Schlangen zur Reliquienverehrung – wer das Gottesdienstliche erleben möchte, sollte frühmorgens kommen.

Chotis, Chulapos und Rosquillas

Das traditionelle Madrider Flair ist überall spürbar: die typischen Chulapo- und Chulapa-Kostüme (seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Gegenbewegung zur französischen Mode verbreitet) und der Chotis, jener böhmische Tanz, der 1850 ankam – der Mann dreht sich auf einer einzigen Bodenfliese, während die Frau ihn umkreist. Vorführungen finden auf der Plaza Mayor, den Vistillas, der Puerta del Sol und auf der Pradera selbst statt. Beim Süßen dominieren die Rosquillas in vier Varianten: tontas (ohne Glasur), listas (Zitrone und Zucker), de Santa Clara (Baiser) und francesas (Mandel). Sie werden in traditionsreichen Bäckereien wie San Onofre oder Viena Capellanes sowie an Ständen neben der Ermita verkauft. Dazu gibt es Barquillos (Waffelrollen), Garrapiñadas (karamellisierte Mandeln) und Limonada Madrileña (Wein mit Früchten und Zimt). Ehrlicher Hinweis: Popcorn gehört nicht zur Isidro-Tradition – wer das Authentische sucht, greift zu Rosquillas. Und an den Marktständen steigen die Preise am Hauptfesttag, die Schlangen auch.

Las Ventas – das wichtigste Stierkampfarena der Welt

Parallel zu den Festlichkeiten verwandelt die Feria de San Isidro die Plaza de Las Ventas (neomaurischer Stil, eröffnet 1931, seit 1994 denkmalgeschützt, 23.798 Plätze) in den renommiertesten Stierkampfzyklus der Welt: rund einen Monat fast täglicher Veranstaltungen zwischen Mai und Anfang Juni, mit Dutzenden Corridas, Novilladas und Rejoneos. Auf den Programmzetteln zu erscheinen oder durch die Puerta Grande herauszukommen – zwischen den Tribünen 7 und 8, nach dem Abschneiden zweier Ohren – gilt als höchste Auszeichnung; den Rekord an Auftritten als Matador hält 'El Viti' mit 14. Die Preise variieren stark je nach Sitz und Sonne oder Schatten, beliebte Veranstaltungen sind schnell ausverkauft. Karten, Termine und Programm auf der offiziellen Website von Las Ventas prüfen. Tipp: Schattenplätze sind deutlich teurer, aber im Mai brennt die Nachmittagssonne auf den Sonnentribünen wirklich gnadenlos.

Wann hin – und wie ohne Stress ankommen

Der Kern des Fests läuft vom 7. bis 17. Mai, mit dem 15. als Höhepunkt: feierliche Messe in der Real Colegiata (10:00 Uhr), Prozession um 19:00 Uhr und ganztägige Wallfahrt auf der Pradera. Die Ausgabe 2026 zog insgesamt mehr als 2,5 Millionen Menschen an – der Hauptfesttag und das vorherige Wochenende werden also sehr voll. Der Zugang zur Pradera ist frei bis zur Kapazitätsgrenze: Für die abendlichen Konzerte (die sich füllen) sollte man vor Beginn der Veranstaltung da sein. U-Bahn: Marqués de Vadillo (Linie 5), ca. 11 Minuten zu Fuß; alternativ Oporto (L5). Wichtiger Hinweis: In den Menschenmassen sind Taschendiebe aktiv – die Stadt setzt auch Zivilpolizisten ein – also Wertsachen gut sichern. Für entspannte Familienzeit lieber morgens oder früh nachmittags kommen. Leichte Kleidung mitbringen (Tageshöchstwerte um 25 °C) und eine Jacke für den Abend, wenn die Temperaturen spürbar fallen.

Häufige Fragen

Wann findet das Isidorfest statt?
Das Hauptprogramm läuft vom 7. bis 17. Mai, mit dem 15. als zentralem Festtag – dem Namenstag des Madrider Stadtpatrons. Genaue Daten und Programm ändern sich jedes Jahr; die offizielle Website des Ayuntamiento de Madrid gibt Auskunft zur nächsten Ausgabe.
Ist der Eintritt zur Pradera de San Isidro kostenlos?
Ja. Die Pradera ist frei zugänglich bis zur Kapazitätsgrenze, ebenso die meisten der über 100 Programmpunkte. Bei den beliebtesten Abendkonzerten, die schnell voll werden, empfiehlt es sich, deutlich vor Beginn der Veranstaltung da zu sein.
Wie kommt man zur Pradera de San Isidro?
Per U-Bahn ist Marqués de Vadillo (Linie 5) die nächstgelegene Haltestelle, etwa 11 Gehminuten entfernt; Oporto (L5) liegt etwas weiter. Auch zahlreiche EMT-Buslinien und Cercanías-Züge halten in der Nähe. Die Pradera liegt im Bezirk Carabanchel, neben der Ermita und dem Fluss Manzanares.
Was isst man beim Isidorfest?
Die süßen Stars sind die Rosquillas in vier Varianten: tontas, listas, de Santa Clara und francesas. An den Marktständen gibt es außerdem Barquillos (Waffelrollen), Garrapiñadas (karamellisierte Mandeln) und Zuckerwatte, dazu die Limonada Madrileña (Wein mit Früchten und Zimt). Rosquillas bekommt man in traditionsreichen Bäckereien und an Ständen neben der Ermita.

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