Festival Internacional de Jazz de Granada
Das Internationale Jazzfestival Granada wurde 1980 gegründet, ist eines der ältesten Europas und das einzige spanische Mitglied im Europe Jazz Network. Jedes Jahr im November versammeln sich internationale Künstler im Teatro Isabel la Católica, während über 70 kostenlose Parallelkonzerte in Bars und Clubs stattfinden. Die Hauptkonzerte sind kostenpflichtig, Karten werden pro Vorstellung verkauft.
Ein traditionsreiches Festival und seine Spielstätten
Das Festival entstand 1980 auf Initiative des lokalen Veranstalters José Mª Ojeda mit gerade einmal drei Programntagen und gehört heute zu den ältesten Jazzfestivals Europas – als einziges spanisches Mitglied des Europe Jazz Network. Seit 2018 leitet María José Huertas das Festival, die erste Frau an der Spitze eines Jazzfestivals in Spanien. Die Hauptspielstätte ist das Teatro Isabel la Católica im Herzen der Stadt; bei der 44. Ausgabe (2024) kam das Teatro de La Chumbera im Sacromonte dazu, wo das Abschlusskonzert mit der Alhambra im Hintergrund stattfand. Das Festival hat auch die U-Bahn als besondere Bühne genutzt. Abseits des offiziellen Programms hat Granada eine eigene Clubszene: Der historische Anlaufpunkt ist Eshavira (Calle Postigo de la Cuna 2, seit 1989), ein Jazz- und Flamenco-Fusionsclub, durch den unter anderem Enrique Morente, Jorge Pardo und Pepe Habichuela gegangen sind.
Das Programm: von Contemporary bis Fusion
Das Lineup verbindet zeitgenössischen Jazz, Fusion und Klassik mit internationalen und nationalen Künstlern. In besonders umfangreichen Ausgaben (2005 und 2006) erstreckte sich das Festival auf 27 Tage und über 70 Auftritte. Im Teatro Isabel la Católica waren schon Größen der ersten Reihe zu Gast: 1988 etwa spielten das Oscar Peterson Trio, Miles Davis, die Chick Corea Electric Band und Paquito D'Rivera mit Tete Montoliu. Die 45. Ausgabe (2025) brachte Tony Momrelle, Harold López-Nussa mit Grégoire Maret, Brandee Younger, Jazzmeia Horn und das Richard Bona Asante Trío. Das Lineup des jeweiligen Jahres wird gegen September auf jazzengranada.es bekanntgegeben – vertrau keinen inoffiziellen Vorankündigungen. Wichtiger Hinweis: Die Hauptkonzerte beginnen in der Regel um 21:00 Uhr (Einlass 20:30 Uhr), die Säle sind klein; im Teatro Isabel la Católica bieten die Parkettsitzplätze akustisch mehr als der obere Rang.
Karten und Preise
Der Kern des Festivals ist kostenpflichtig: Die Karten für das Hauptprogramm werden pro Vorstellung über Redentradas und die Theaterkasse des Teatro Isabel la Católica verkauft. Als historischer Richtwert (44. und 45. Ausgabe, keine bestätigten Preise für kommende Editionen) lagen die Preise bei ca. 18 € im Parkett, 12 € auf dem ersten Rang und 10 € auf dem zweiten Rang; ein Parkett-Abonnement für sechs Konzerte war ebenfalls erhältlich. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit findest du auf jazzengranada.es/venta-de-entradas. Wichtiger Hinweis: Das Abonnement und Karten für bekannte Künstler sind oft schon wenige Tage nach dem Vorverkaufsstart ausverkauft – kauf also sofort, wenn das Programm veröffentlicht wird. Und nicht vergessen: Das 'Jazz en Paralelo' mit über 70 Konzerten in Bars, Clubs und öffentlichen Räumen ist kostenlos. Wer mit kleinem Budget reist, kann das Festival fast vollständig erleben, ohne zu bezahlen, und sich ein oder zwei Hauptkonzerte als Highlight gönnen.
Granada im November: Klima und Alhambra
November ist Nebensaison und ein guter Moment, Jazz und Sightseeing ohne Menschenmassen zu kombinieren. Die Tage sind frisch, aber angenehm (Höchstwerte 14–18 °C), die Nächte kühlen auf 5–8 °C ab: Bring Schichten und einen kleinen Schirm mit, denn November gehört zu den regenreicheren Monaten (52–80 mm, eher als kurze Schauer denn als Dauerregen). Die Alhambra öffnet im Winterbetrieb (8:30–18:00 Uhr, letzter Einlass 17:00 Uhr); die allgemeine Eintrittskarte für Erwachsene kostet 22,27 € (2026) und umfasst die Nasridenpaläste, die Alcazaba, den Generalife und Partal. Wichtiger Hinweis: Karten für die Nasridenpaläste sind oft Wochen im Voraus vergriffen – reserviere sie frühzeitig auf tickets.alhambra-patronato.es (die einzige offizielle Website; Online-Gebühr ~6 %), und warte damit nicht bis zur letzten Minute, auch wenn Nebensaison ist. Die nächtlichen Besuche des Generalife laufen nur bis zum 14. November. Der nächstgelegene größere Flughafen ist Málaga (AGP): ca. 1,5 Stunden mit dem Auto über die A-92 oder ca. 2 Stunden mit dem ALSA-Direktbus.
Häufige Fragen
Wann findet das Jazzfestival Granada statt?
Ist der Eintritt kostenpflichtig?
Was kosten die Karten?
Lässt sich das Festival mit einem Alhambra-Besuch verbinden?
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