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Was tun in Tarragona an 3 Tagen: praktischer Reiseplan

Von Brandon QuirozAktualisiert: 2026-07-15

Drei Tage in Tarragona reichen, um das vollständigste römische Ensemble der Halbinsel zu erkunden, Romesco im Hafen zu essen und den Abschluss am Strand zu genießen – ganz ohne Hetze. Der erste Tag widmet sich dem Amphitheater und der Rambla Nova; der zweite der Kathedrale und den Mauern der Part Alta; der dritte dem Serrallo und den Stadtstrränden in Ruhe. Wer nur einen Tag hat: Amphitheater vor 10 Uhr, Part Alta bei Sonnenuntergang.

Tag 1 — Das Amphitheater und die Rambla Nova

Beginne im Römischen Amphitheater vor 9 Uhr: Der Eintritt kostet 3,30 € und die Tribünen über dem Mittelmeer sind zu dieser Zeit fast menschenleer. Das Gelände aus dem 2. Jahrhundert ist der Ort, an dem Bischof Fructuosus im Jahr 259 gemartert wurde – und das Bild römischer Ruinen mit dem Meer im Hintergrund findet sich kaum an einer anderen europäischen Stätte.

Geh dann die Rambla Nova hinauf zum Balcó del Mediterrani, dem kostenlosen Aussichtspunkt am Ende der Promenade mit Panoramablick auf Amphitheater und Küste. Von hier aus lässt sich der Rest des Tages gut planen.

Nachmittags lohnt sich ein Abstecher ins Fischerviertel Serrallo am Fischereihafen. Die Romesco-Restaurants öffnen mittags; am Nachmittag findet in der Fischauktionshalle die Versteigerung statt, die man von außen beobachten kann. Das Tagesmenü in der Gegend liegt bei 13–16 €.

Tag 2 — Die Part Alta: Kathedrale, Kreuzgang und Stadtmauern

Die Kathedrale von Tarragona, ein romanisch-gotisches Bauwerk aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, thront über der Part Alta am Ende einer breiten Freitreppe. Ihr Kreuzgang hat 76 Bögen und beherbergt das Reliquiar der heiligen Tecla, der Schutzpatronin der Stadt. Unter der Woche und am Vormittag sind weniger Reisegruppen unterwegs.

Danach lohnt sich eine Stunde im Passeig Arqueològic: Der Außenweg entlang der kyklopischen, römischen und mittelalterlichen Stadtmauern bietet Ausblicke über das Camp de Tarragona – und ist eine der wenigen Stadtmauerrunden Roms, die man in Spanien im Freien begehen kann. Aktuelle Preise auf der offiziellen Tourismuswebsite.

Die Part Alta ist ein lebendiges mittelalterliches Viertel mit Steinplätzen und Bars, in denen der Vermouth am Mittag noch immer Ritual ist. Das Viertel ist für Autos gesperrt, der Spaziergang also angenehm ruhig.

Tag 3 — Strände und Serrallo in Ruhe

Der dritte Tag gehört dem Strand – Arrabassada oder Llarga – und einem zweiten Besuch im Serrallo ohne den Trubel des ersten Tages. Zugang und Services vorab auf der offiziellen Tourismuswebsite prüfen, da sie je nach Saison variieren.

Im Sommer: Juli und August haben durchschnittlich 26 °C und hohen Andrang an der Küste. Das Serrallo ist – anders als die Part Alta – ein echtes Wohnviertel, kein Postkartenmotiv, und die Preise in seinen Restaurants sind moderater als im Zentrum.

Vor der Abreise noch einmal hoch zum Balcó del Mediterrani beim Sonnenuntergang: der Blick auf das Amphitheater im Abendlicht ist der natürliche Abschluss der Reise.

Wann reisen: Saison und Feste

Die Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 11 °C im Januar und 26 °C im Juli-August. Die Monate mit geringem Besucheransturm (November–Februar) bieten 11–14 °C – gut für Monumentenbesuche ohne Warteschlangen, aber zu kalt für den Strand.

Mai und Juni bieten das beste Gleichgewicht: 19–23 °C, mäßiger Regen und mittleres Besucheraufkommen. September ist der regenreichste Monat (71 mm im Schnitt) und zugleich der Monat der Festa de Santa Tecla (15.–23. September), dem Stadtfest mit Castellers, Gegants, Diables und der Prozession der Schutzpatronin. In geraden Jahren bringt Anfang Oktober den Concurs de Castells – den größten der Welt.

Im Mai lässt das Festival Tarraco Viva das römische Leben in den Monumenten selbst wiederaufleben: Gladiatoren, Markt und Bankette. Die Nacht von Sant Joan (23.–24. Juni) wird am Strand und in der Part Alta mit Lagerfeuern gefeiert.

Die Festes de Sant Magí (19.–22. August) umfassen Correfoc, Gegants und Castellers zu Ehren des lokalen Märtyrers.

Anreise und Fortbewegung

Der Zug ist die bequemste Option aus Barcelona: Regionalzug (R14/R15/R16) ab Barcelona-Sants in etwa 1 Stunde, oder Hochgeschwindigkeitszug bis zum Bahnhof Camp de Tarragona, rund 10 km vom Zentrum, in ~35 Minuten. Fahrpläne und Preise auf der Renfe-Website.

Mit dem Auto: AP-7 / A-7 ab Barcelona sind ca. 100 km und 1 Std. 15 Min. Parkhäuser gibt es unter der Rambla Nova und am Hafen; die Part Alta ist für Fahrzeuge gesperrt.

Innerhalb der Stadt lässt sich die Altstadt zu Fuß erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen weniger als 15 Gehminuten voneinander entfernt.

Orientierungsbudget

Kaffee: ~1,40 €. Bier: ~2,20 €. Tagesmenü: 13–16 €. Eintritt Amphitheater: 3,30 €. Unterkunft: 70–110 € pro Nacht im Standardhotel (Juli-August ist die Hochsaison).

Tarragona hat nicht das Preisniveau von Barcelona: Im Serrallo und in der Part Alta gibt es noch echte Nachbarschaftsbars zu lokalen Preisen. Der Passeig Arqueològic und der Balcó del Mediterrani sind kostenlos.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Tarragona?
Zwei Tage reichen für das römische Ensemble und die Part Alta; ein dritter erlaubt Strände (Arrabassada, Llarga) und das Serrallo in Ruhe.
Lohnt sich Tarragona als Tagesausflug von Barcelona?
Ja: Eine Stunde mit dem Zug, und Amphitheater, Zirkus und Kathedrale lassen sich an einem Tag erkunden. Eine Übernachtung erspart die Mittagswarteschlangen und die Sommerhitze.
Wann kann man Castellers sehen?
Beim Santa-Tecla-Fest (September) und in geraden Jahren beim Concurs de Castells Anfang Oktober – dem größten der Welt.
Was kostet der Eintritt ins römische Amphitheater?
Der Eintritt ins Römische Amphitheater kostet 3,30 €. Der Passeig Arqueològic und der Balcó del Mediterrani sind kostenlos.
Was ist Romesco und wo isst man es?
Romesco ist eine katalanische Sauce aus Nüssen und Ñora-Paprika, die zu Fisch und Meeresfrüchten gereicht wird. Das Serrallo am Fischereihafen ist der direkteste Ort, um sie zu probieren – zu günstigeren Preisen als im Zentrum.

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