Andelaria
Alle Guides
Reiseguides

Was tun in San Sebastián in 3 Tagen: vollständiger Reiseplan

Von Brandon QuirozAktualisiert: 2026-07-15

Mit drei Tagen in San Sebastián reicht die Zeit für das Wesentliche: die Concha, die Altstadt mit Pintxos, Chillidas Peine del Viento, die Fahrt mit der Standseilbahn auf den Monte Igueldo und Gros, das Viertel jenseits des Flusses. Die Stadt passt fast vollständig zwischen zwei Berge und eine Bucht – zu Fuß kommt man überall hin. Was man vorher wissen sollte: Hier regnet es auch im August, Pintxos isst man im Stehen an der Theke – nicht sitzend –, und Juli wie August verbinden hohe Preise mit Menschenmassen. Wer Spielraum hat, ist im Juni oder September besser dran.

Reisezeit: Juni oder September – August möglichst meiden

Juli und August sind Hochsaison für Touristen und Preise: Hotels kosten dann 110 bis 150 € pro Nacht. Die Concha füllt sich, das Jazzaldia beherrscht Ende Juli die Stadt, und die Semana Grande Mitte August lässt kaum noch Luft. Wer in diesem Zeitfenster fährt, sollte realistische Erwartungen mitbringen.

Juni gehört zu den trockensten Monaten (~55 mm Regen) bei angenehmen Temperaturen um 18 °C. Im September lässt der Touristendruck nach, die Temperaturen liegen bei 18–19 °C, und das Zinemaldia – das Filmfestival – bringt Presse und Cineasten in die Stadt. Im September steigt der Regen wieder (~110 mm), also eine Jacke einpacken.

Januar, Februar und November sind die ruhigsten und günstigsten Monate (Hotel ab 60–80 €), aber das atlantische Wetter bringt häufig graue Tage und die Stadt lebt im Localmodus.

Anreise: Zug oder Auto aus Madrid und Barcelona

Ab Madrid fährt der Renfe Intercity/Alvia vom Bahnhof Chamartín und braucht im schnellsten Fall rund 5 Std. 23 Min. (im Durchschnitt etwa 6 Std.). Preis ab ca. 30 € bei Frühbuchung. Ab Barcelona fährt die Renfe vom Bahnhof Sants mit ähnlicher Fahrzeit, ~5–6 Std.

Mit dem Auto sind es ab Madrid ~465 km über A-1/AP-1 via Burgos und Vitoria-Gasteiz, rund 4 Std. 30 Min. Ab Barcelona ~560 km über AP-7/A-8, etwa 5 Std. Auf beiden Strecken fallen Mautgebühren an.

Wer mit dem Auto in die Stadt fährt: Die blaue Zone OTA kostet ~2,87 €/90 Min. (max. 1,5 Std.), sonntags ist sie kostenlos. Parkhäuser starten ab ~2 €/Std. Am Stadtrand gibt es sechs kostenlose Park-and-Ride-Plätze, von denen man zu Fuß weiterkommt.

Tag 1: die Concha, die Altstadt und der Monte Urgull

Beginnt am Strand La Concha am Morgen, bevor die Massen ankommen. Die Promenade mit dem weißen Geländer ist die Achse der Stadt: zwei flache Kilometer entlang des Wassers mit der Insel Santa Clara in der Mitte. Wer im Sommer schwimmen möchte, sollte vor 11 Uhr ins Wasser.

Anschließend geht es hinauf zum Monte Urgull. Der Aufstieg ist frei und zu Fuß von der Altstadt aus möglich; oben thront das Castillo de la Mota mit der Christusfigur, die den Hafen bewacht. Der Aufstieg dauert rund 20–25 Minuten, der Ausblick auf die Bucht und die Altstadt lohnt die Mühe.

Mittags geht es hinunter in die Altstadt zum Pintxos-Ritual: an der Theke bestellen, bezahlen (~2,50–3,50 € pro Pintxo), eine Caña (~2,50–3 €) oder ein Txakoli trinken und zur nächsten Bar weiterziehen. Ein Mittagsmenü gibt es in einigen Lokalen der Altstadt (13–18 € unter der Woche), aber das Viertel erlebt man im Stehen.

Nachmittags ohne Eile den Rest der Altstadt erkunden: enge Gassen, der kleine Hafen, belebte Plätze.

Tag 2: Peine del Viento und Monte Igueldo

Der Peine del Viento liegt am westlichen Ende der Concha, wo die Promenade endet und der Fels übernimmt. Es sind drei eiserne Skulpturen von Eduardo Chillida, in den Stein verankert. Bei Wellengang bricht das Meer mit Wucht durch die Atemlöcher im Boden; bei ruhigem Meer ist es eine stille Skulptur am Wasser. Der Eintritt ist frei. Morgens hat man den Ort meist noch für sich.

Vom Peine del Viento ist der Monte Igueldo rund 20 Minuten zu Fuß den Hang hinauf, oder man geht zurück zur Promenade und nimmt die Standseilbahn. Die Standseilbahn von 1912 kostet 5,50 € hin und zurück und bringt einen in wenigen Minuten auf den Gipfel. Oben gibt es einen Vergnügungspark, der mehr nostalgisch als spektakulär ist, aber der Blick auf die gesamte Bucht der Concha mit der Insel Santa Clara ist der eigentliche Grund für die Fahrt.

Zum Mittagessen ins Zentrum – den Ensanche mit der Buen Pastor-Kathedrale –, und nachmittags lohnt sich ein Blick auf das Kursaal, die zwei Glaskuben von Rafael Moneo gegenüber der Zurriola. Das Gebäude beherbergt den Kongresspalast und das Auditorium und ist im September Veranstaltungsort des Zinemaldia. Eine reguläre Innenbesichtigung gibt es nicht, aber die Architektur lässt sich gut von außen erleben.

Tag 3: das Viertel Gros und der Strand Zurriola

Gros liegt jenseits des Flusses Urumea und hat einen anderen Rhythmus als das Zentrum oder die Altstadt: echter Kiez, keine Postkarte. Die Zurriola ist sein Strand – dem Kantabrischen Meer stärker ausgesetzt als die Concha, mit echten Wellen, dem Strand der Surfer der Stadt.

Das Viertel hat seine eigene Pintxos-Bar-Szene, weniger touristisch als die Altstadt. Wer noch mehr Lust auf Barhopping hat, ist hier richtig.

Mit übrig gebliebener Zeit eignet sich der dritte Tag auch für einen kurzen Ausflug: Hondarribia liegt rund 20 km östlich (ummauerte Altstadt) oder man fährt nach Biarritz hinüber. Hier beschreiben wir beides nicht ausführlich, weil jede Option einen eigenen Reiseführer verdient – aber es sind reale Möglichkeiten, wenn man San Sebastián bereits kennt.

Orientierungsbudget pro Tag

Hotel: 60–80 € in der Nebensaison, 110–150 € in der Hochsaison. In den Sommerpeaks können die Preise je nach Verfügbarkeit noch höher liegen.

Essen: Pintxos kosten 2,50–3,50 € pro Stück. Eine Runde durch drei oder vier Bars mit Getränk kommt leicht auf 15–20 € pro Person. Das Mittagsmenü unter der Woche (13–18 €) ist die günstigste Option zum Sitzen; am Wochenende steigt es auf 22–29 €.

Transport innerhalb der Stadt: fast kostenlos zu Fuß. Die Standseilbahn zum Igueldo kostet 5,50 €. Der Dbus kostet 1,95 € für eine Einzelfahrt, für das, was man nicht zu Fuß abdeckt.

Eintritte: die meisten Orte dieser Route (Concha, Urgull, Peine del Viento, Zurriola, Gros) sind kostenlos zugänglich. Das Aquarium am Hafen kostet 14 €.

Häufige Fragen

Wie viele Tage brauche ich für San Sebastián?
Mit zwei vollen Tagen nimmt man das Wesentliche mit: ein Tag für die Concha, die Altstadt mit Pintxos und den Urgull; ein weiterer für den Peine del Viento, den Monte Igueldo mit der Standseilbahn und das Viertel Gros mit der Zurriola. Wer entspannt am Strand sein oder einen Ausflug nach Hondarribia oder Biarritz unternehmen möchte, plant einen dritten Tag ein.
Was ist die beste Reisezeit für San Sebastián?
Juni und September sind die besten Monate. Die Temperaturen liegen bei 18–19 °C, und Juni ist einer der trockensten Monate (~55 mm). Juli und August sind Hochsaison: Jazzaldia Ende Juli und Semana Grande Mitte August – viel Betrieb und höhere Preise. Im September lockt zusätzlich das Zinemaldia.
Lohnt sich die Fahrt auf den Monte Igueldo?
Ja, vor allem wegen des Ausblicks auf die gesamte Bucht der Concha mit der Insel Santa Clara. Die Standseilbahn von 1912 kostet 5,50 € hin und zurück. Der Vergnügungspark auf dem Gipfel ist mehr nostalgisch als spektakulär; der Grund für die Fahrt sind die Aussichten.
Wie komme ich in der Stadt voran?
Fast alles zu Fuß: Altstadt, Zentrum, Concha und Peine del Viento sind über die Promenade verbunden. Zum Igueldo die Standseilbahn (5,50 €); für höher gelegene Viertel oder längere Strecken den Dbus (1,95 €). Mit dem Auto ins Stadtzentrum zu fahren, ist mehr Last als Lösung.
Wie funktionieren Pintxos? Muss man einen Tisch reservieren?
Pintxos in der Altstadt sind nicht zum Sitzen: Man geht an die Theke, nimmt, was einen anspricht (2,50–3,50 € pro Stück), trinkt etwas und zieht zur nächsten Bar weiter. Eine Reservierung ist nicht nötig, eine formelle Karte gibt es in den meisten Lokalen nicht. Wer sitzen und einen Teller bestellen möchte, sucht sich ein Restaurant mit Mittagsmenü im Zentrum oder in Gros.

Plane deine Reise in diese Städte

Jede Woche eine neue Stadt

Erhalte Reiseführer aus erster Hand: wann hin, was es kostet und das Wichtigste jedes Ziels. Ohne Fülltext.

Kein Spam. Jederzeit abbestellbar.