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Was tun in Lissabon in 3 Tagen: vollständiger Reiseplan

Von Brandon QuirozAktualisiert: 2026-07-15

Drei Tage reichen, um das Wesentliche Lissabons zu sehen: die pombalinische Baixa und das Chiado am ersten Tag, Alfama mit dem Castelo de São Jorge am zweiten, und Belém mit dem Mosteiro dos Jerónimos sowie dem Torre de Belém am dritten. Wer einen Ausflug nach Sintra einplant, braucht einen weiteren Tag. Lissabon ist deutlich günstiger als andere europäische Hauptstädte: ein Espresso kostet 0,80–1,20 €, ein Mittagsmenü 10–15 €, eine U-Bahn-Fahrt 1,90 €. Der Flughafen liegt 7 km vom Zentrum entfernt; mit der roten Metro-Linie ist man in rund 20 Minuten dort.

Vor der Reise: Was du wissen solltest

Lissabon erstreckt sich über sieben Hügel – wer die Stadt zu Fuß erkundet, steigt ständig über Kopfsteinpflaster auf und ab. Bequemes Schuhwerk ist Pflicht. Die Metro (Einzelticket 1,90 €) erschließt das Zentrum gut; für Alfama und Graça ist die Straßenbahn 28 am praktischsten, auch wenn sie stets voll mit Touristen ist. Eine aufladbare Viva-Viagem-Karte spart die ständige Ticketkäuferei.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr (Mitte April bis Juni) und der Herbst (September und Anfang Oktober): gutes Wetter, weniger Gedränge als im Sommer. Juli und August sind die heißesten Monate (im August durchschnittlich 24 °C) und die am stärksten frequentierten. Im Juni finden die Festas de Lisboa statt: In der Nacht zum Santo António (12.–13. Juni) füllen sich Alfama und Mouraria mit gegrillten Sardinen und kostenlosen Arraiais.

Orientierung beim Budget: Mittelklasse-Hotel 80–130 € pro Nacht, Mittagsmenü 10–15 €, Bier 1,50–2,50 €. Die Lisboa Card umfasst unbegrenzte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie den Eintritt ins Castelo de São Jorge (an der Kasse 15 €) und weitere Sehenswürdigkeiten; den aktuellen Preis findest du auf der offiziellen Website.

Tag 1: Baixa, Chiado und die Praça do Comércio

Beginne auf der Praça do Comércio, dem großen, zum Tejo hin geöffneten Platz mit den gelben Arkaden und dem Reiterstandbild Josés I. Steig auf den Arco da Rua Augusta (Eintritt ca. 3 €), um dich zu orientieren und vom ersten Moment an den besten Blick über die Baixa und den Fluss zu genießen.

Von dort gehst du die Rua Augusta zum Rossio entlang. Die pombalinische Baixa ist ein rechtwinkliges Straßenraster und lässt sich bequem zu Fuß erkunden – genieße das Treiben in den Einkaufsstraßen. Danach geht es hinauf ins Chiado: Jahrhundertealte Buchhandlungen stehen neben Cafés und Designläden. Die Livraria Bertrand, seit 1732 geöffnet, verdient einen kurzen Stopp.

Am Abend empfiehlt sich das Bairro Alto, das ab 19:00 Uhr zum Leben erwacht. Wer ohne großen Aufwand essen möchte, ist im Time Out Market (Mercado da Ribeira, Av. 24 de Julho 49; So–Mi 10:00–00:00, Do–Sa 10:00–02:00) genau richtig: 40 Stände der besten Köche der Stadt unter einem Dach. Mit Gericht und Getränk rechnet man mit 10–20 € pro Person. Es gibt immer eine Schlange, aber sie bewegt sich schnell.

Tag 2: Alfama, das Castelo de São Jorge und die Aussichtspunkte

Geh frühmorgens zum Castelo de São Jorge (Eintritt 15 €; in der Lisboa Card enthalten). Die mittelalterliche Festung arabischen Ursprungs thront über Alfama und bietet einen 360°-Blick über die Dächer Lissabons und die Mündung des Tejo. Die Öffnung ist ab 9:00 Uhr; wer früh kommt, umgeht die Mittagsschlangen.

Anschließend schlenderst du ohne Eile zu Fuß durch Alfama hinunter. Die gepflasterten Gässchen, die Azulejos und die zwischen den Fenstern aufgehängte Wäsche zeugen vom arabisch-mittelalterlichen Viertel, das das Erdbeben von 1755 überstand. Die Straßenbahn 28 quert das Viertel von einer Seite zur anderen, doch zu Fuß erlebt man es ganz anders. Der Fado wurde hier geboren; wer ihn in einem kleinen Lokal hören möchte, sollte im Viertel nach Fado-Häusern suchen (rechtzeitig reservieren, die besten sind schnell ausgebucht).

Am Abend lohnt sich der Miradouro da Senhora do Monte, der höchste Aussichtspunkt Lissabons: 180°-Panorama über Alfama, das Castelo und den Tejo. Man erreicht ihn zu Fuß von Alfama über Graça (ca. 20 Min. vom Castelo; keine U-Bahn in der Nähe). Das Licht am späten Nachmittag im Sommer ist besonders schön.

Tag 3: Belém, das Mosteiro dos Jerónimos und der Torre de Belém

Verbringe den Vormittag in Belém, rund 6 km westlich des Zentrums (S-Bahn ab Cais do Sodré). Das Mosteiro dos Jerónimos (Eintritt 12 €; Di–So 10:00–17:30 in der Nebensaison, 10:00–18:30 in der Hauptsaison, Mo geschlossen) ist das manuelinische Bauwerk des 16. Jahrhunderts, das an die Rückkehr Vasco da Gamas erinnert. Die südliche Fassade zählt zu den aufwendigsten Europas; die vollständige Besichtigung dauert 1 bis 1,5 Stunden.

Etwa 10 Gehminuten entfernt steht der Torre de Belém (Eintritt 8 €; gleiche Öffnungszeiten wie das Kloster, Mo geschlossen). Er ist kleiner, als er auf Fotos wirkt; die Besichtigung dauert 45 bis 60 Minuten. Kinder bis 12 Jahre haben in beiden Belém-Monumenten freien Eintritt. Im Sommer können die Schlangen lang sein: Komm vor 10:00 Uhr oder reserviere online.

Nach dem Besuch lohnt ein Stopp in der Fábrica de Pastéis de Belém (R. de Belém 84), die seit 1837 die originalen Pastéis de Nata herstellt. Die Schlange vor der Tür sieht länger aus, als sie ist, und es gibt sie auch zum Mitnehmen. Es ist eines der günstigsten Frühstücks oder Nachmittagssnacks im Viertel.

Transport: So kommst du die drei Tage gut voran

Nach Belém (Tag 3) nimmst du am besten die CP-S-Bahn ab Cais do Sodré (ca. 20 Min.). Sie ist schneller und bequemer als die Straßenbahn für diese Strecke.

Für Alfama und Graça (Tag 2) ist die Straßenbahn 28 die malerischste Option, ist in der Hochsaison aber überfüllt; von der Baixa zu Fuß hinaufzugehen ist mit gutem Schuhwerk absolut machbar.

Für den Rest des Zentrums ist die Metro gut geeignet. Einzelticket: 1,90 €. Uber und Bolt sind in der ganzen Stadt verfügbar und eine vernünftige Alternative für nächtliche Fahrten oder mit Gepäck.

Mit dem Auto: Parken in der Baixa, im Chiado oder im Bairro Alto ist schwierig und teuer. Die EMEL-Parkhäuser (etwa an der Praça do Comércio) sind die praktischste Lösung, wenn man mit dem eigenen Fahrzeug anreist.

Für mehr Tage: Sintra

Wer die Reise verlängern kann, sollte Sintra einen ganzen Tag widmen. Die CP-S-Bahn fährt ab Rossio (ca. 40 Min.). Der Palácio Nacional da Pena und die Quinta da Regaleira sind die Hauptattraktionen; das historische Dorf hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Die Rückfahrt mit dem Zug ist unkompliziert. Ein Mietwagen ist für Sintra nicht nötig, erleichtert aber das Pendeln zwischen den über die Hügel verteilten Sehenswürdigkeiten.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man, um das Wesentliche Lissabons zu sehen?
Drei Tage reichen für das Wichtigste: einen für Baixa, Chiado und Praça do Comércio, einen für Alfama und das Castelo de São Jorge und einen dritten für Belém. Wer nach Sintra möchte, plant einen weiteren Tag ein.
Was kostet der Eintritt ins Castelo de São Jorge und ins Mosteiro dos Jerónimos?
Das Castelo de São Jorge kostet an der Kasse 15 € (in der Lisboa Card enthalten). Das Mosteiro dos Jerónimos kostet 12 €. Der Torre de Belém kostet 8 €; Kinder bis 12 Jahre haben in beiden Belém-Monumenten freien Eintritt.
Wann ist die beste Zeit für einen Lissabon-Besuch?
Frühjahr (Mitte April bis Juni) und Herbst (September und Anfang Oktober) bieten gutes Wetter bei weniger Gedränge. Juli und August sind die heißesten Monate (bis 24 °C) und die am stärksten besuchten. Im Juni finden die Festas de Lisboa statt, mit kostenlosen Arraiais und der Nacht zum Santo António am 12.–13. Juni.
Wie kommt man vom Lissabonner Flughafen ins Zentrum?
Der Flughafen Humberto Delgado liegt 7 km vom Zentrum entfernt. Die rote Metro-Linie fährt in ca. 20 Min. bis São Sebastião oder Alameda (Ticket 1,90 €). Außerdem gibt es Taxis und Uber/Bolt (ca. 12–18 € ins Zentrum).
Wie viel Budget brauche ich für drei Tage in Lissabon?
Lissabon ist günstiger als die meisten europäischen Hauptstädte. Ein Espresso kostet 0,80–1,20 €, ein Bier 1,50–2,50 €, ein Mittagsmenü 10–15 €. Ein Mittelklasse-Hotel schlägt mit 80–130 € pro Nacht zu Buche. Die wichtigsten Eintritte (Castelo + Jerónimos + Torre de Belém) summieren sich auf 35 € pro Person.

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