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Was tun in Girona in 3 Tagen: vollständiges Reiseprogramm

Von Brandon QuirozAktualisiert: 2026-07-15

Drei Tage in Girona reichen aus, um die Altstadt in Ruhe zu erkunden, El Call ohne Hetze zu durchstreifen und zweimal die Stadtmauern zu besteigen: einmal mittags für das perfekte Foto und einmal beim Sonnenuntergang, um zu verstehen, warum diese Stadt einen nicht loslässt. Das Zentrum ist kompakt — in 20 Minuten zu Fuß durchquert —, doch die Dichte an Geschichte pro Quadratmeter ist beeindruckend: Kathedrale mit dem breitesten gotischen Kirchenschiff der Welt, arabische Bäder aus dem 12. Jahrhundert, das besterhaltene jüdische Viertel Europas und eine Eisenbrücke aus der Werkstatt Eiffels. Hast du nur einen Tag, decke die Highlights ab. Hast du drei, erlebst du die Stadt im Morgengrauen menschenleer — und merkst den Unterschied.

Vor der Reise: Anreise und Parken

Vom Bahnhof Barcelona-Sants erreicht man Girona mit dem AVE/Avant in rund 38 Minuten (die schnellsten Züge sogar in ~26 Min.); es gibt etwa 30 Verbindungen täglich. Der Bahnhof liegt 10–15 Gehminuten von der Altstadt entfernt — kein Taxi, kein Bus nötig.

Mit dem Auto: Über die AP-7 aus Barcelona sind es rund 100 km / 1 Std. 15 Min. Ins Altstadtzentrum sollte man nicht fahren; am besten in den Parkgaragen Pla de Barcelona, Hospital oder La Copa parken und den Rest zu Fuß erkunden.

Tag 1: Die Häuser am Onyar, die Eiffel-Brücke und El Call

Beginne am Pont de les Peixateries Velles — der rot gestrichenen Eisenbrücke aus der Werkstatt Eiffels — und nimm dir Zeit, die Cases de l'Onyar von der gegenüberliegenden Seite zu betrachten: das verblasste Ocker und Rot der Fassaden, die sich im Wasser spiegeln, sind aus gutem Grund das Wahrzeichen Gironas. Das beste Licht für Fotos gibt es früh morgens oder beim Sonnenuntergang.

Überquere die Brücke und betritt El Call, das mittelalterliche jüdische Viertel — das besterhaltene in Europa. Die Gassen sind so schmal, dass kaum Licht hineinreicht; am besten langsam und ohne Eile erkunden. Es gibt keinen Haupteingang und keine Öffnungszeiten — es ist ein lebendiges Viertel, kein Freilichtmuseum. Abends speist man im Barri Vell gut, mit Tagesmenüs um die 15 €.

Tag 2: Kathedrale, Banys Àrabs und Passeig de la Muralla

Die Kathedrale von Girona (Santa María) erreicht man über 90 barocke Treppenstufen — dieselben Stufen, die in Game of Thrones als Großes Septem von Baelor in der sechsten Staffel dienten. Innen ist das gotische Kirchenschiff das breiteste der Welt, und der Teppich der Schöpfung (Tapís de la Creació) aus dem 11. Jahrhundert verdient einen ausführlichen Blick. Eintritt: 8 €.

Zehn Gehminuten entfernt befinden sich die Banys Àrabs: romanische Bäder aus dem 12. Jahrhundert mit einer Laternen-Kuppel, die einzigen erhaltenen ihrer Art in Katalonien. Der Name ist irreführend — sie sind romanisch, nicht arabisch — doch der Raum ist klein und ruhig.

Nachmittags empfiehlt sich ein Spaziergang auf dem Passeig de la Muralla. Der Eintritt ist frei, es gibt keine Warteschlangen, und man genießt die besten Ausblicke auf die Dächer der Altstadt und die umliegenden Berge. Wer diesen Spaziergang auslässt, verpasst eines der Highlights.

Tag 3: Die Basílica de Sant Feliu und die Umgebung

Die Basílica de Sant Feliu ist Gironas zweitwichtigste Kirche: romanisch-gotisch, mit gestutztem Glockenturm und in die Mauern eingelassenen römischen Sarkophagen aus dem 4. Jahrhundert. Sie liegt direkt am Fuß der Kathedraltreppe — man geht daran vorbei, ohne hineinzugehen, dabei lohnen sich die Minuten drinnen.

Der dritte Tag ist auch der richtige Moment, um ohne Liste durch die Gassen des Barri Vell zu schlendern: Die Altstadtgassen wirken anders, wenn man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bereits kennt. Wer Zeit hat: Der Parc de la Devesa — die baumgesäumte Promenade am Fluss — ist die grüne Lunge der Stadt, ruhig und abseits des Touristenrummels.

Wann reisen: beste Reisezeit und Festivals

Frühling und Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten. Der Mai (Durchschnittstemperatur 17,5 °C) ist wegen des Temps de Flors spektakulär — das Blumenfestival, das Höfe, Kreuzgänge und Winkel der Altstadt etwa in der zweiten Maiwoche mit floralen Installationen füllt —, allerdings ist die Stadt dann gut besucht und die Unterkunftspreise steigen.

Der Sommer (Juli–August, ~24 °C) ist für eine Binnenstadt warm; die Schlangen an der Kathedrale sind dann am längsten. Der Winter (7–9 °C) lockt mit wenig Touristen, günstigeren Hotelpreisen und ruhiger Atmosphäre.

Oktober verdient besondere Erwähnung: Die Fires de Sant Narcís, das größte Stadtfest Gironas Ende Oktober, beleben die Stadt zehn Tage lang mit Riesen, Castellers, Musik und dem traditionellen Jahrmarkt im Parc de la Devesa.

Doppelzimmer im Mittelklassehotel: ~95 € pro Nacht. Kaffee: ~1,60 €. Bier: ~2,50 €.

Was keine Fotos zeigen: ehrliche Abwägungen

Die Altstadt ist klein. In der Hochsaison — besonders beim Temps de Flors oder im Sommer — können die Gassen von El Call und die Kathedraltreppen vor 10 Uhr morgens bereits überfüllt sein. Die Lösung ist einfach: früh aufstehen. Um 8 Uhr hat man die Stadt fast für sich allein.

Die ständigen Steigungen belasten die Knie; für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist eine vorherige Planung unbedingt erforderlich. Und obwohl viele Girona als Halbtagesausflug von Barcelona unternehmen, ist das schade: Die Stadt im Morgengrauen zu erleben, mit dem stillen Fluss und den noch kühlen Steinmauern, ist der Moment, in dem dieser Ort wirklich zu sich findet.

Häufige Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Girona?
Ein ganzer Tag reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt: Kathedrale, Banys Àrabs, El Call, Stadtmauer und Häuser am Onyar. Es lohnt sich jedoch, mindestens eine Nacht zu bleiben, um die Stadt im Morgengrauen oder bei Sonnenuntergang ohne Menschenmassen zu erleben. Mit drei Tagen lässt sich alles ohne Eile erkunden und auch die Umgebung kommt nicht zu kurz.
Ist ein Tagesausflug von Barcelona nach Girona einfach möglich?
Ja. Der AVE/Avant ab Barcelona-Sants braucht rund 38 Minuten, und es gibt etwa 30 Verbindungen täglich. Der Bahnhof liegt 10–15 Gehminuten von der Altstadt entfernt. Der Regionalzug R11 ist günstiger, aber langsamer (~1 Std. 20 Min.).
Wo wurde Game of Thrones in Girona gedreht?
In der sechsten Staffel dienten mehrere Schauplätze: Die Kathedraltreppe war das Große Septem von Baelor, und die Gassen von El Call sowie der Passeig Arqueològic fungierten als Braavos. Noch heute suchen Gruppen nach den Drehorten.
Was ist die beste Reisezeit für Girona?
Frühling und Herbst sind ideal wegen des milden Klimas. Der Mai ist wegen des Festivals Temps de Flors besonders schön, auch wenn die Stadt dann voller ist. Der Sommer ist warm (Binnenstadt) und im Winter gibt es weniger Touristen und günstigere Hotelpreise.
Was kostet der Eintritt zur Kathedrale von Girona?
Der Eintritt zur Kathedrale von Girona (Santa María) kostet 8 €. Der Passeig de la Muralla ist kostenlos und ohne Wartezeiten. Aktuelle Öffnungszeiten auf der offiziellen Website der Kathedrale prüfen, da diese je nach Saison oder Gottesdiensten variieren können.

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